Coronavirus

Erst einkaufen, dann impfen: Magdeburg bietet erstmals Impfungen vor Supermärkten an

Um die Impfquote in Magdeburg weiter zu erhöhen, bot der Impfstab der Landeshauptstadt gestern die Möglichkeit, sich kurzerhand auf dem Parkplatz des Gesundheitsamtes oder vor dem Bördepark impfen zu lassen. Insgesamt 251 Personen nahmen das Angebot wahr.

Von Von Karolin Aertel

Magdeburg - Erst einkaufen, dann impfen. Annett Herold schiebt den Einkaufswagen an der Warteschlange vorbei und hält Ausschau nach ihrem Bruder. Während sie bereits geimpft ist, nutzt er spontan die Gelegenheit, sich vorm Bördepark impfen zu lassen. „Wir wussten von dem Impftermin nichts, aber das ist ein super Angebot“, sagt Annett Herold, die derweil den Wochenendeinkauf machen will. Die aus dem Salzlandkreis stammenden Geschwister fahren freitags immer zum Einkaufen nach Magdeburg.

Angela Hohmann ist dagegen eigens für die Impfung in den Bördepark gekommen. Die 64-Jährige hat die Erstimpfung mit Astrazeneca bereits bei ihrer Hausärztin bekommen. Allerdings wünscht sie sich für die Zweitimpfung den Impfstoff Biontech. Eine Kreuzimpfung verweigert ihre Ärztin jedoch. Das Angebot des dezentralen Impfens hält die aus Reform stammende Magdeburgerin für sehr wichtig. „Das hätte schon viel eher passieren müssen. Bei meiner Freundin in Nordrhein-Westfalen wird das schon lange gemacht, das ist wie in einem Drive-in“, sagt sie.

Insgesamt 134 Menschen haben sich gestern zwischen 16 und 19 Uhr vorm Bördepark impfen lassen (Erst- oder Zweitimpfung). Zwei Ordnungsamtsmitarbeiter sowie die Bundeswehr und Hilfsorganisationen unterstützten die Aktion. Sie wiesen ein, verteilten die Anamnesebögen, nahmen die Daten auf. ASB-Rettungsassistent Michael Tietz und Steffen Hinz vom Katastrophenschutz des ASB bereiteten derweil die Spritzen vor.

Zuvor hatte das Team die Zelte auf dem Parkplatz des Gesundheitsamtes aufgeschlagen. Ein Angebot, dass die Stadt unterbreitete, und das immerhin von 117 Personen genutzt wurde. Unter ihnen Angela Herzog. Die 55-Jährige aus dem Norden der Stadt hatte sich bisher aus Angst vor Nebenwirkungen gegen eine Impfung entschieden. Nun sei sie aber von einer Freundin überredet worden und stolz, das Impfzertifikat in den Händen zu halten. Dass sie ihren Impfausweis nicht gefunden hatte, spielte keine Rolle. Sie bekam ein Ersatzformular. Aufgrund diverser Vorerkrankungen sei ihr der Moderna-Impfstoff empfohlen worden. Zu Auswahl gab es wie auch am Bördepark neben Moderna-, Biontech- und für Ü-60-Jährige „Johnson & Johnson“-Impfstoff. Sie sei erstaunt, wie schnell doch alles über die Bühne ging erzählt sie. 20 Minuten habe sie in etwa angestanden, bis zur Spritze vergingen noch einmal 30 Minuten. Im Anschluss galt es, sich 15 Minuten auszuruhen. Angela Herzog hatte für die Impfung mehr als zwei Stunden eingeplant.

Auch Claudia Kassau war von der Schnelligkeit überrascht. Sie sei ebenso wie Angela Herzog kurz nach der Öffnung des mobilen Impfzeltes vor Ort gewesen und hatte nach gut einer Stunde Moderna intus. Für das Angebot, sich quasi vor der Haustür impfen zu lassen, zeigte sich die 42-Jährige dankbar. Weil für sie der Zeit- und Kostenaufwand mit der Bahn zum Messegelände zu hoch waren, hatte sie bisher auf die Impfung verzichtet. „Jetzt bin ich froh, dass ich geimpft bin. Und ich bin positiv überrascht, wie unkompliziert es vonstattenging.“ Lediglich, wo sie die Zweitimpfung erhalten werden, war unklar. Im Impfzentrum in den Messehallen habe man ihnen gesagt, aber auch in Aussicht gestellt, dass es einen weiteren Termin „vor ihrer Haustür“ geben könnte.

Für Magdeburgs Impfstabsleiterin Simone Borris sind die beiden ersten Termine des dezentralen Impfens ein Erfolg: „Wir freuen uns, dass die Magdeburger und Menschen aus dem Umland unser Angebot angenommen haben. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass auch die beiden Termine am kommenden Dienstag guten Zulauf haben werden.“

Zuvor hatte das Team die Zelte auf dem Parkplatz des Gesundheitsamtes aufgeschlagen. Ein Angebot, dass die Stadt unterbreitete, und das immerhin von 117 Personen genutzt wurde. Unter ihnen Angela Herzog. Die 55-Jährige aus dem Norden der Stadt hatte sich bisher aus Angst vor Nebenwirkungen gegen eine Impfung entschieden. Nun sei sie aber von einer Freundin überredet worden und stolz, das Impfzertifikat in den Händen zu halten. Dass sie ihren Impfausweis nicht gefunden hatte, spielte keine Rolle. Sie bekam ein Ersatzformular. Aufgrund diverser Vorerkrankungen sei ihr der Moderna-Impfstoff empfohlen worden. Zu Auswahl gab es wie auch am Bördepark neben Moderna-, Biontech- und für Ü-60-Jährige „Johnson & Johnson“-Impfstoff. Sie sei erstaunt, wie schnell doch alles über die Bühne ging erzählt sie. 20 Minuten habe sie in etwa angestanden, bis zur Spritze vergingen noch einmal 30 Minuten. Im Anschluss galt es, sich 15 Minuten auszuruhen. Angela Herzog hatte für die Impfung mehr als zwei Stunden eingeplant.

Auch Claudia Kassau war von der Schnelligkeit überrascht. Sie sei ebenso wie Angela Herzog kurz nach der Öffnung des mobilen Impfzeltes vor Ort gewesen und hatte nach gut einer Stunde Moderna intus. Für das Angebot, sich quasi vor der Haustür impfen zu lassen, zeigte sich die 42-Jährige dankbar. Weil für sie der Zeit- und Kostenaufwand mit der Bahn zum Messegelände zu hoch waren, hatte sie bisher auf die Impfung verzichtet. „Jetzt bin ich froh, dass ich geimpft bin. Und ich bin positiv überrascht, wie unkompliziert es vonstattenging.“ Lediglich, wo sie die Zweitimpfung erhalten werden, war unklar. Im Impfzentrum in den Messehallen habe man ihnen gesagt, aber auch in Aussicht gestellt, dass es einen weiteren Termin „vor ihrer Haustür“ geben könnte.

Für Magdeburgs Impfstabsleiterin Simone Borris sind die beiden ersten Termine des dezentralen Impfens ein Erfolg: „Wir freuen uns, dass die Magdeburger und Menschen aus dem Umland unser Angebot angenommen haben. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass auch die beiden Termine am kommenden Dienstag guten Zulauf haben werden.“