Schiffsverkehr auf der Magdeburger Elbe

Das Büro der Weißen Flotte am Petriförder ist in der Vorsaison, bis zum 27. April, Montag bis Donnerstag, zwischen 8 und 16 Uhr geöffnet und freitags bis 14 Uhr. Die Mitarbeiter sind zudem unter Telefon 0391/532 88 90 oder per E-Mail an info@weisseflotte-magdeburg.de zu erreichen.

Auf dem Programm steht täglich: 11.15 Uhr Stadtfahrt, 13 Uhr Westerhüsen, 15 Uhr Schifffahrt zur Kaffeezeit in Richtung Schönebeck. Mittwochs und am Wochenende wird zudem um 13 Uhr die Wasserstraßenkreuzfahrt „Große Acht“ angeboten. Ob die Fahrten stattfinden, hängt jeweils von der Zahl der Passagiere ab.

Die Fähren in Buckau und Westerhüsen fahren von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr. Von 12.30 bis 13 Uhr ist Mittagspause. Letzte Abfahrt ab Buckau ist 17.55 Uhr und ab Westerhüsen 17.45 Uhr.

Magdeburg l Zwei von drei Fahrgastschiffen der Weißen Flotte liegen bereits startbereit vor Anker am Petriförder. Seit Freitag, 23. März 2018, sind auch die Fähren in Buckau und Westerhüsen wieder im Einsatz. Die neue Saison auf der Elbe kann damit beginnen.

 

Rund 19.000 Kilometer legen die Fahrgastschiffe der Weißen Flotte pro Saison zurück. Im Jahr 2016 wurden 47.000 Personen dabei auf der MS Magdeburg, Wolfsburg und Sachsen-Anhalt befördert. Auf weiterhin steigende Fahrgastzahlen hofft Peter Höhne, Technischer Leiter der Weißen Flotte, auch in der anstehenden Saison.

Zwei Schiffe wieder flott

Seit einer Woche sind zumindest die MS Magdeburg und Wolfsburg wieder im Einsatz. Überwintert haben die beiden Motorschiffe im Magdeburger Industriehafen. Mindestens einmal pro Woche waren Mitarbeiter der Weißen Flotte vor Ort, um nach dem Rechten zu sehen. „Wir haben kontrolliert, dass nichts einfriert und keine Schäden entstehen“, sagt Peter Höhne.

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Anders sah es in diesem Jahr für die MS Sachsen-Anhalt aus: Das Schiff kam zum Saisonende in die Werft. Unter anderem der Fahrgastbereich wurde erneuert. Wie er nach der Kur aussieht, können die Passagiere in wenigen Wochen herausfinden. Noch im April soll auch die MS Sachsen-Anhalt wieder am Petriförder-Anleger für Touren bereit liegen.

Fähren setzten wieder über

Doch nicht nur die Fahrgastschiffe haben ihr Winterlager verlassen, sondern auch die beiden Magdeburger Fähren verkehren seit 23. März wieder auf der Elbe. Die Personenfähre „Bernburg“ setzt dienstags bis sonntags zwischen Buckau und dem Stadtpark über. Ausgenommen Ostern und Pfingsten: An diesen Feiertagen setzt die Fähre auch montags über, dienstags dafür nicht. Für die Gierseilfähre, die zwischen Westerhüsen und der Kreuzhorst in Ostelbien verkehrt, gilt das Gleiche.

Touren zum Schiffshebewerk

Welche Höhepunkte Peter Höhne den Magdeburger Passagieren empfiehlt: das Schiffshebewerk Rothensee und die Verbindung zum Wasserstraßenkreuz. „Wer nicht so viel Zeit hat, der kann während unserer einstündigen Fahrt Magdeburgs Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus genießen“, so der Technische Leiter. Diese Tour gibt es auch in Verbindung mit dem roten Doppeldecker-Bus. Dabei heißt es: Magdeburg kennenlernen – eine Stunde an Land und eine weitere auf dem Wasser. Insgesamt rund 900-mal legen die Schiffe pro Jahr ab.

Tickets für die Fähren gibt es direkt an Bord. Dort gelten auch die Fahrscheine von Bus und Bahn. Fahrkarten für die Touren auf den Motorschiffen gibt es in der Touristinformation und im Schalterhäuschen am Petriförder. Zudem können Karten im Internet vorbestellt werden. Allerdings: Zum Kauf werden die Karten – vor allem in der jetzigen Vorsaison – online nicht immer angeboten, da die Schiffe nur ablegen, wenn genügend Gäste an Bord sind. Bei den kurzen Touren bedeutet das zehn Passagiere, bei den langen 20. Nur so könne man kostendeckend unterwegs sein. „In der Hauptsaison ist das eigentlich nie ein Problem“, spricht Peter Höhne aus Erfahrung.

Steigende Nachfrage bei Touristen

Der Mitarbeiter der Weißen Flotte kann seit ein paar Jahren beobachten, wie stetig mehr Touristen in Magdeburg Urlaub machen. Auch die Zahlen bestätigen das: Wurden vor zehn Jahren zwischen 36 000 und 38.000 Personen befördert, lag die Zahl 2014 sogar bei mehr als 52.000. Allerdings: Es gibt immer mal wieder Ausreißer nach unten. 2013 gab es fast den gesamten Juni wegen des Hochwassers keine Fahrten. 2015 und 2016 sorgte hingegen das Niedrigwasser für Ausfälle. Aktuell liegt der Elbpegel bei 1,86 Meter – und damit im normalen Bereich.