Magdeburg l Wespenstiche sind im Sommer 2018 auf dem öffentlichen Spielplatz „Wilder Westen“ in Magdeburg keine Seltenheit. Des Öfteren ist zu beobachten, wie Kinder aufschreien und der Besuch des Areals von Tränen begleitet wird. „Auf dem Spielplatz in der Hugo-Junkers-Allee gab es in der jüngsten Vergangenheit Probleme mit Erdwespen, wobei auch Kinder gestochen wurden“, bestätigt Michael Reif, Sprecher der Stadt Magdeburg.

Mit einem entsprechenden Hinweis meldete sich das benachbarte Kinder-Eltern-Zentrum (KEZ) Nordwest bei der Verwaltung. Hintergrund: Da aufgrund von scharfkantigen Bodenfunden auf dem Kitagelände der Untergrund ausgetauscht und das Gelände daher bis Oktober nicht von den Kindern genutzt werden kann, suchen Erzieher und Kinder der Einrichtung während des Vormittags den öffentlichen Spielplatz zum Spielen auf.

Stadt Magdeburg beauftragt Firma

„Da es sich bei dem städtisch bewirtschafteten Spielplatz um einen besonders sensiblen Bereich handelt und Kinder die Gefahren durch Wespen beim Spielen zum Teil unterschätzen, musste unser Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht tätig werden“, so Reif. Im Zuge dessen sei kurzfristig eine zertifizierte Spezialfirma beauftragt worden, sich des Wespenproblems anzunehmen und die Gefahr zu bannen.

Reif: „Gegenwärtig liegen dem Spielplatzteam unseres Eigenbetriebs aber keine weiteren Beschwerden vor.“ Auch konnten im Rahmen der wöchentlichen Spielplatzkontrollen keine neuen Ansiedlungen von Wespen auf dem Spielplatz festgestellt werden. Dennoch klagen Besucher gegenüber der Volksstimme über Stiche.

Wespen durch Lebensmittel angelockt

Prinzipiell haben die extremen Witterungsverhältnisse der vergangenen Wochen zu einer Vermehrung von Wespen geführt, erklärt der Stadtsprecher. Ein Problem sei dabei u. a. der Lebensmittelverzehr im Freien, „wodurch auch Wespen, die nicht in der unmittelbaren Umgebung siedeln, angelockt werden“. In Verbindung mit Unachtsamkeit oder dem wilden Wedeln mit den Händen oder Gegenständen zur Abwehr „kann es so schnell zu schmerzhaften Stichen kommen“.

Dieses Problem beschränke sich jedoch nicht nur auf die kommunalen Spielplätze, sondern sei bei verschiedenen Freizeitaktivitäten festzustellen. Es verlange eine allgemeine Achtsamkeit und behutsame Sensibilisierung von Kindern durch ihre Eltern.