Magdeburg l Öliger Beigeschmack einer Demonstration auf dem Domplatz Magdeburg: Ein Gruppe hatte dort am 8. März 2019 großflächig Sprüche und Graffiti auf das Pflaster gesprüht. Die Sprays enthielten ölhaltige Stoffe, die in das Pflaster eingedrungen seien. Die Reinigung des Domplatzes sei deshalb laut der Stadt Magdeburg enorm aufwendig gewesen.

Mitarbeiter des Städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes hätten drei Stunden zur Beseitigung der Farben benötigt. Zum Einsatz kam unter anderem eine spezielle Kehrmaschine, mit der Ölspuren beseitigt werden können. Kosten: rund 600 Euro.

Die Stadt Magdeburg appelliert nun an künftige Demonstranten, auf Graffiti dieser Art zu verzichten. "Beliebte Versammlungsorte, wie der Domplatz und der Alte Markt, sind historische oder denkmalgeschützte Bereiche. Die Stadtverwaltung wird deshalb künftig die Kosten für die Reinigung den für die Versammlungen und Veranstaltungen verantwortlichen Personen in Rechnung stellen. Die Verunreinigung von öffentlichen Straßen kann zudem mit einem Bußgeld geahndet werden", kündigte die Stadt an.

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Etwa 25 Personen hatten sich am Frauentag auf dem Domplatz in Magdeburg getroffen und Graffiti auf das Pflaster gesprüht. Die Kundgebung fand laut Polizei unter dem Motto "Kreativworkshop" statt. Angemeldet waren bis zu 50 Teilnehmer. Nachdem die nicht genehmigten Schmierereien festgestellt wurden, habe sich laut Polizei die Kundgebung in Luft aufgelöst. Die Teilnehmer schlossen sich einer Demo auf dem Alten Markt an.

Federführend nach ersten Feststellungen durch die Polizei war die Stadt Magdeburg.