Magdeburg l Im Prozess um den rechtsterrorristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle geht es am Dienstag, 1. Dezember 2020, in Magdeburg weiter: Nachdem die Bundeanwaltschaft Mitte November lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung für den Angeklagten Stephan B. beantragt hatte, kommen in den nächsten drei Prozesstagen die 21 Vertreter der Nebenkläger zu Wort.

Dafür, wie auch für die Schlussvorträge der Verteidiger und das Schlusswort des Angeklagten sowie die Urteilsverkündigung sind sechs Verhandlungstage geplant. Das Oberlandesgericht Naumburg hatte am Montag mitgeteilt, dass voraussichtlich am 22. Dezember das Urteil fällt.

Stephan B. hatte am 9. Oktober 2019 versucht, bewaffnet die Synagoge in Halle zu stürmen. Als er scheiterte, tötete er eine Passantin sowie einen jungen Mann in einem Döner-Imbiss. Anschließend flüchtete B. und verletzte dabei mehrere Menschen, bevor er von der Polizei festgenommen wurde.