Hospiz im Luisenhaus der Pfeifferschen Stiftungen feiert zehnjähriges Bestehen

Hilfe und Beistand für schwerstkranke Menschen

Cracau (ba) l In den Pfeifferschen Stiftungen gibt es seit dem Jahr 2003 ein Hospiz im Luisenhaus. Insgesamt wurden seither 1172 Gäste und ihre Familien von heute 13 Pflegekräften, einer Sozialarbeiterin, einem Seelsorger und ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet. "Wir begannen mit sechs Mitarbeitern. Die Leitung lag noch beim Klinikum in den Pfeifferschen Stiftungen", erläutert Tabea Friedersdorf. Sie leitet das Hospiz seit 2007 und hat die Arbeitsfelder deutlich erweitert.

"Wir machen in den Pfeifferschen Stiftungen eine solide Hospizarbeit mit breit gefächerten Angeboten, die sich individuell an den Bedürfnissen der Menschen und ihrer Familien orientiert", so Vorsteher Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender der Pfeifferschen Stiftungen. Teil dieses Arbeitsfeldes ist neben dem stationären Hospiz mit seinen zehn Betten ein Trauerinstitut, die Leitung der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) im nördlichen Sachsen-Anhalt seit 2009 und der Ambulante Hospizdienst. (Pallation ist eine medizinische Behandlung zur Reduzierung der Folgen einer Krankheit.)

Christoph Radbruch freut besonders: "An allen Ecken wächst unser Angebot. Im SAPV wurden seit Start des Palliativnetzes über 400 Patienten ambulant zu Hause begleitet. Das Versorgungsgebiet umfasst Magdeburg, den Salzlandkreis und den Bördekreis."

Sechs Palliativteams und 53 Kooperationspartner, wie Palliativmediziner, Pflegedienste, Ambulante Hospizdienste, Apotheken, Sanitätshäuser und Psychologen sichern hier eine umfassende Versorgung schwerstkranker Menschen, die zu Hause sterben möchten. "Die Anzahl der Versorgungen wächst stetig, bereits 2013 betreuten wir knapp 70 Patienten", so Radbruch.

Ein vergleichsweise noch junges Projekt der tatkräftigen Leiterin ist das Trauerinstitut. Es besteht seit 2011 und bietet neben zwei jährlichen Seminaren und Weiterbildungsangeboten ebenso Einzel- und Familienbegleitungen an.

Tabea Friedersdorf ergänzt: "Ein besonderer Dank geht an die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die fest zum Stamm der Hospizarbeit gehören."

Seit 2006 lassen sich jährlich etwa 12 Menschen vom Hospiz zu Ehrenamtlichen im Ambulanten Hospizdienst ausbilden. Zwei ehrenamtliche Koordinatoren organisieren den Einsatz weiterer 49 ehrenamtlicher Mitarbeiter. "Pro Jahr können so etwa 50 bis 80 Begleitungen im ambulanten Bereich stattfinden."

Zum zehnjährigen Bestehen, das am 1. März gefeiert wird, machen viele Magdeburger und Sachsen-Anhalter jedoch der Hospizarbeit ein ganz besonderes Geschenk: "Dank der großen gesellschaftlichen Unterstützung und zahlreicher Spenden können wir im März einen weiteren wichtigen Bereich der Hospizarbeit ergänzen", freut sich Christoph Radbruch: "Wir eröffnen das erste stationäre Kinderhospiz in Sachsen-Anhalt und das erste in diakonischer Trägerschaft in den neuen Bundesländern."

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