Magdeburg l Sie kommen über die Elbe und haben sich am Ufer des Flüsschens Sülze eingerichtet. In diesen Tagen haben Biber im Magdeburger Stadtteil Beyendorf-Sohlen deutlich ihre Spuren hinterlassen. Beim Spazieren zum Beispiel hat Eberhard Piehler unterhalb der Unteren Siedlung einen Biberdamm ausgemacht, der zwischenzeitlich enorme Ausmaße angenommen hatte und nun vom Wasser etwas weggespült wurde. „Die Tiere waren sehr fleißig, wie man an den Nagespuren an den Bäumen in diesem Bereich sehen kann“, so Piehler.

Allerdings: Die Aktivität der Biber schürt die Befürchtung, die Sülze könnte sich am Damm in einem Ausmaß anstauen, das zur Überflutung umliegender Grundstücke führt. Entlang der Sülze gibt es bereits mehrere Biberburgen und Punkte, an denen die Nager aktiv geworden sind. Im Bereich des Soziokulturellen Zentrums im Sohlener Park etwa. „Das Bibergebiet zieht sich bis Osterweddingen“, so die Beobachtungen. Was passt: Der Lebensraum der Tiere sind fließende und stehende Gewässer und deren Uferbereiche.

Biber (latein: Castoridae) sind die zweitgrößten Nagetiere der Erde und sind in der Landeshauptstadt keine Seltenheit. Beim Flanieren entlang des Elbufers im Magdeburger Stadtteil Buckau etwa können Passanten die Tiere hin und wieder beobachten. So auch im Hafenbereich des Mückenwirts. Der Biber ist durch eine Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) besonders geschützt. Er unterliegt in Deutschland nicht dem Jagdrecht nach dem Bundesjagdgesetz.