Magdeburg l Das Wohnen in der Stadt bleibt attraktiv. Das geht aus dem aktuellen Immobilienpreisspiegel 2020/21 des Immobilienverbands Deutschland (IVD) für die Region Mitte-Ost hervor. Zuzug und die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohneigentum bedeuten für Magdeburg allerdings auch, dass sich die Stadt weiter verdichtet, Baulücken geschlossen werden und die Preise etwa für Baugrundstücke weiter ansteigen.

Fällig werden etwa beim Bau eines freistehenden Ein- oder Zweifamilienhauses (600 bis 800 Quadratmeter) in sehr guter Wohnlage in Magdeburg mittlerweile 340 Euro pro Quadratmeter. Das sind 40 Euro pro Quadratmeter mehr als noch vor einem Jahr, heißt es im aktuellen Preisspiegel. Vor fünf Jahren waren es noch 190 Euro. Das gleiche Bild zeigt sich auch bei guter Wohnlage. Hier sind die Preise von 180 Euro auf 220 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Umland profitiert von hoher Nachfrage

„Die eigene Immobilie gewinnt weiter an Wert“, sagt Thomas Leitel, Leiter der Magdeburger Repräsentanz des IVD Mitte-Ost. Durch die hohe Nachfrage nach Grundstücken, Einfamilien- und auch Reihenhäusern profitiere allerdings auch das Umland. „Der sogenannte Speckgürtel wird ebenso immer beliebter, da es hier Bauplätze oder Immobilien zu günstigeren Preisen als in Magdeburg gibt. Die Entfernung zur Landeshauptstadt ist dabei nicht mehr so sehr das bestimmende Kriterium, wenn es günstigere Angebote und eine gute Infrastruktur gibt“, so Thomas Leitel.

Während die Preise bei Eigentum weiter ansteigen, sind die Nettomieten (ohne Nebenkosten) in Magdeburg auf gleichem Niveau geblieben. Wie schon vor einem Jahr liegen sie laut IVD zwischen 5,20 Euro und 14 Euro pro Quadratmeter bei den Spitzenmieten. Exklusive und begehrte Spitzen-Wohnlagen sind laut IVD der Elbebahnhof, Stadtfeld-Ost, die Altstadt und das Lennéviertel, gefolgt vom Werder, Nordwest und Hopfengarten. Auch Herrenkrug und Ost-Cacau sind beliebt.

Vorsichtige Prognose für 2021

Die immobilienwirtschaftliche Situation schätzt der Maklerverband für 2020 als gut ein. Für das kommende Jahr geben die Makler eine vorsichtigere Prognose ab, vergeben lediglich das Prädikat mittel. Hintergrund sei die Corona-Krise. „Im Moment ist noch nicht abschätzbar, wie sich die Krise auf dem Immobilienmarkt auswirken wird. Das wird man erst in der nächsten Zeit sehen“, so Thomas Leitel. Für die nächsten fünf Jahre indes sehen die Makler den Immobilienmarkt in Magdeburg stabil auf gutem Niveau.

Der Immobilienverband erhebt jährlich aufgrund von Mitgliederbefragungen Durchschnittspreise auf der Grundlage von Immobiliengeschäften unter mehr als 260 Mitgliedsunternehmen in Sachsen-Anhalt und Sachsen. Im Verband sind Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständige organisiert.