Magdeburg l Hoch hinaus soll es voraussichtlich ab 2021 an der Julius-Bremer-Straße in Magdeburg gehen. Die Toepel Bauunternehmung GmbH will auf dem Grundstück neben dem Marietta-Block ein neues Bürogebäude errichten und hat dazu eine projektbezogene Gesellschaft gegründet.

Dass auf dem schmalen Eckgrundstück gebaut werden soll, war zwar schon seit dem vorigen Jahr bekannt. Da hatte die Stadtverwaltung das nur circa 350 Quadratmeter große Grundstück an das Magdeburger Bauunternehmen verkauft. Neu ist jedoch die Größe des geplanten Neubaus. Damals war noch von lediglich sechs Etagen die Rede.

Zwölf Etagen geplant

Mit seinen nunmehr zwölf Geschossen wird er nur knapp unter dem neuen „Blauen Bock“ liegen, dem künftigen Hauptsitz der Städtischen Werke Magdeburg (SWM), der in wenigen Meter Luftlinie derzeit entsteht. Zusammen mit dem Katharinenturm wird das nun vorgestellte Hochhaus ein weiterer weithin sichtbarer Bezugspunkt im Nordabschnitt des Breiten Weg sein.

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Ursprünglich sollte sich das Gebäude an den Höhen der beiden Nachbarhäuser (Stadtverwaltung und Parkhaus) orientieren. Auch Wohnungen in den oberen Etagen waren zunächst angedacht gewesen. Entsprechende Visualisierungen sind trotz damaliger wohlwollender Kommentare des Gestaltungsbeirats der Stadt („städtebaulich sinnvoll“) aber im weiteren Verlauf der Planungen hinfällig geworden.

Die aktuellen Pläne sehen nun ein reines Bürohaus vor, das „aus zwölf oberirdischen Vollgeschossen besteht und ganz oben zusätzlich mit einem Staffelgeschoss ‚abgerundet‘ wird“, wie Axel Finck von Toepel Bau auf Volksstimme-Anfrage informiert. Der zweigeschossige Sockel wird dabei vollverglast sein.

Sicht- und Sonnenschutz für Büros

Blickfang soll die Fassade werden: Die Etagen über dem Glassockel werden nach den Vorstellungen der Architekten von Sattler & Täger von außen von einer Stoffschicht verkleidet werden. „Die gefaltete Fassadenmembran verleiht dem Gebäude eine räumliche Strukturierung und überspannt die dahinter liegenden Bürofenster“, beschreibt Axel Finck. Das Material diene als Sicht- und Sonnenschutz und sei trotzdem lichtdurchlässig.

Der Bauantrag soll seinen Angaben nach noch 2020 eingereicht werden. Parallel dazu läuft ein Änderungsverfahren für den geltenden Bebauungsplan für das Areal, „Buttergasse“, an. Der sieht nämlich kein Hochhaus an dieser Stelle vor. Maximal acht Etagen sind bislang zulässig. Die Verwaltung will nun die Voraussetzungen für die vier zusätzlichen Etagen schaffen. Auf gut 45 Meter Höhe plus Staffelgeschoss kommt das Gebäude dann. „Diese Entwicklung ist städtebaulich wünschenswert“, heißt es in der aktuellen Beschlussvorlage, über die der Stadtrat Anfang September auf der ersten Sitzung nach der Sommerpause abstimmen soll.

Abhängig von der Dauer des Genehmigungs- sowie des Planänderungsverfahren soll der Baubeginn Mitte 2021 erfolgen, wie Axel Finck erläutert. „Das neue Bürohochhaus soll das Stadtbild weiterentwickeln und eine Achse vom SWM-Gebäude bis zum Katharinenturm bilden“, sagt er.