Magdeburg l Oberbürgermeister Lutz Trümper lädt für 30. Oktober 2018 zu einem Bürgergespräch im Magdeburger Stadtteil Neue Neustadt ein. Um 18 Uhr sprechen er und Vertreter verschiedener Ämter und Fachbereiche über die aktuelle Situation im Stadtteil, insbesondere rund um den Moritzplatz und die Umfassungsstraße. Das kündigte jetzt die Stadtverwaltung an. Ort des Bürgergespräches ist die Ganztagsschule „Thomas Müntzer“ in der Umfassungsstraße 76.

Um das Miteinander von Einheimischen und Zugewanderten in dem Magdeburger Stadtteil soll es dann unter anderem gehen. Hunderte Rumänen waren in den vergangenen Jahren in die Neue Neustadt, rund um den Moritzplatz, gezogen. Alteingesessene Magdeburger beschwerten sich in der Vergangenheit immer wieder über Lärm und Müll auf den Straßen.

Trümper informiert über Sicherheit

Der Oberbürgermeister will sich am Dienstag auch Fragen zu Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit sowie zur städtebaulichen Entwicklung stellen. Alle interessierten Anwohner aus dem Umfeld sind zu dem Bürgergespräch eingeladen.

Nach zwei Runden Tischen und vier Treffen von Arbeitsgruppen steht jetzt die Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger auf dem Plan. Die Maßnahmen, die in den vorangegangenen Diskussionen festgelegt wurden, sollen ausgewertet werden.

Stadt Magdeburg reagiert auf Beschwerden

Bei der Stadt Magdeburg hatte man auf die Beschwerden reagiert. Täglich sei das Ordnungsamt vor Ort, erklärte Ordnungsbeigeordneter Holger Platz im Sommer 2018. Seit Juni waren vier Dienstkräfte anstelle eines Mitarbeiters für das Wohnquartier Moritzplatz verantwortlich.

Zwischen April und September gab es zudem einen sommerlichen Präsenzdienst, auch gemeinsam mit der Polizei. Dabei waren vier Dienstkräfte freitags und sonnabends bis 23 bzw. 2 Uhr unterwegs und sonntags zwischen 11.30 und 20 Uhr – allerdings im gesamten Stadtgebiet.

Neun Anzeigen wegen Lärm

Laut Ordnungsamt waren im ersten Halbjahr 2018 neun Lärmanzeigen aus dem Westen der Neuen Neustadt bei der Stadtverwaltung eingegangen. In vier Fällen richteten sich diese gegen Deutsche, in drei gegen Ausländer und in zwei Fällen konnte der Verursacher nicht ermittelt werden.

Was den Müll betrifft, wurden Informationsschilder in verschiedenen Sprachen angebracht. Zudem war der Abfallwirtschaftsbetrieb regelmäßig in dem Gebiet unterwegs. Welche Maßnahmen noch umgesetzt wurden und was das Ganze gebracht hat, darüber wird am Dienstag diskutiert.