Magdeburg l Einen umfangreichen Geldsegen gab es im Magdeburger Rathaus am 19. Dezember 2019: Landesbauminister Thomas Webel (CDU) war bei Oberbürgemreister Lutz Trümper (SPD) erschienen, um Fördermittelbescheide zu übergeben. Aus Mitteln von Land und Bund fließen 12,2 Millionen Euro aufgeteilt auf mehrere Vorhaben in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Genutzt werden insgesamt sechs Förderprogramme.

Nach Auskunft des Ministers erhält Magdeburg im Jahr 2019 4,1 Millionen Euro aus dem Stadtumbauprogramm. Der Großteil dieses Geldes– rund eine Million Euro – ist für die Renovierung des Kutscherhauses und einen Anbau in der Porsestraße eingeplant. Aber auch die weitere Fassadensanierung an der Ambrosiuskirche mit rund 234.000 Euro und der Umbau der Haltestelle am Thiemplatz mit rund 394.000 Euro sind in diesem Programm enthalten.

Planungen für den Barleber See

„Gut ein Viertel des Geldes wird im Rahmen des Programms ,Zukunft Stadtgrün‘ für Maßnahmen zur Verschönerung des Naherholungszentrums am Barleber See bewilligt“, erklärte Thomas Webel. „Zusammen mit dem Eigenanteil der Stadt können mehr als fünf Millionen Euro in die Umgestaltung unseres beliebten Strandbades investiert werden“, sagte Trümper und bedankte sich für die finanzielle Unterstützung. „Durch die Förderzusage bekommen wir die notwendige Planungssicherheit, um wichtige Vorhaben in Angriff nehmen zu können“, fügte er hinzu. Nach den Planungen im kommenden Jahr steht die Umsetzung vor Ort für die Jahre 2021 und 2022 an.

Bund und Land unterstützen die Kommunen in Sachsen-Anhalt mit jeweils 50 Millionen Euro. Es gehe darum, dem demografischen Wandel offensiv Rechnung zu tragen, so Thomas Webel. „Mit dem Geld können zum Beispiel Ortskerne attraktiver gestaltet, brachliegende Flächen aktiviert sowie Grün- und Freiflächen geschaffen werden“, erläuterte er. Auch die Belange des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der soziale Zusammenhalt spielten beim Einsatz der Fördermittel eine wichtige Rolle.

100 Millionen Euro für Kommunen

Im ganzen Bundesland Sachsen-Anhalt fließen für den Stadtumbau rund 42,73 Millionen Euro, in den städtebaulichen Denkmalschutz, die Sicherung und den Erhaltung historischer Stadtkerne rund 23,53 Millionen Euro, in die „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ rund 9,73 Millionen Euro, in Aktive Stadt- und Ortsteilzentren rund 8,58 Millionen Euro, in kleinere Städte und Gemeinden und die Netzwerke und überregionale Zusammenarbeit rund 4,69 Millionen Euro, ins Programm „Zukunft Stadtgrün“ rund 3,72 Millionen Euro sowie in den Investitionspakt Soziale Integration im Quartier rund 6,68 Millionen Euro.