Magdeburg l In einer Zeit, in der Kultureinrichtungen um ihre Existenz bangen, soll in Magdeburg ein neues Theater gebaut werden. Das verriet Schauspielerin Susanne Bard bereits Mitte August bei einem Kultur-Gespräch in der Festung Mark. Ein Freund und langjähriger Unterstützer der Kammerspiele Magdeburg möchte dieses für das Ensemble bauen. Über den konkreten Standort schwieg sie jedoch. Lediglich die Elb- und Zentrumsnähe stellte sie in Aussicht.

 

 

Nun verrät jedoch ein Antrag zur Bebauungsplanänderung den anvisierten Platz für das Theater. Und es ist kein geringerer als das scheinbar letzte freie Plätzchen am Elbbahnhof – ein Filetstück an der Elbe. Es befindet sich im „Rücken“ der Weltzeituhr am Elbbalkon, an der Straße Im Elbbahnhof Ecke Zum Domfelsen. Momentan als unbefestigter Stellplatz für Fahrzeuge genutzt, soll dort ein Wohn- und Geschäftshaus mit Theaterspielstätte entstehen.

Zusätzlicher Fixpunkt

Da sowohl die Art der Nutzung als auch das Maß der beabsichtigten Bebauung nicht den Festsetzungen des derzeit rechtsverbindlichen Bebauungsplanes entsprechen, liegt nun ein Änderungsantrag vor. Die Anpassung soll erfolgen, weil einerseits die „Belebung des Elbbahnhofes durch eine kulturelle Einrichtung sozialstrukturell gewünscht“ sei und zum anderen, weil eine „baulich sichtbare Dominante zur Fassung der Platzsituation städtebaulich geeignet ist“.

Zudem werde laut Begründung des Entwurfes mit der Ansiedlung der kulturellen Nutzung sowie dem Nutzungsmix aus Büro und Wohnen die bisherige Entwicklung des Elbbahnhofs fortgeführt und durch einen weiteren Identifikationspunkt ergänzt.

Theater mit zwei Etagen und 140 Plätzen

Über Zeitpläne, Umfang und Ausstattung des Theaters der Kammerspiele verriet Schauspielerin Susanne Bard auf Wunsch des Bauherrn, der nicht öffentlich in Erscheinung treten möchte, auch gestern nichts. Dem Antrag war jedoch zu entnehmen, dass die Spielstätte zwei Etagen und circa 140 Sitzplätze umfassen wird.