Magdeburg l In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Magdeburger wieder angestiegen. Und mit ihnen wächst auch die Zahl der Kinder. Daher werden neue Schulen und neue Kindertagesstätten benötigt. Jetzt wurde in Magdeburg ein Vertrag zum Bau von neuen Kindertagesstätten unterzeichnet.

Oberbürgermeister Lutz Trümper und die Geschäftsführer der Bietergemeinschaft, Frank Siebrecht und Peter Schmidt, haben am Dienstag im Alten Rathaus einen Vertrag über den Neubau von neun Kindertagesstätten in Magdeburg unterzeichnet. Damit entstehen  bis Ende 2018 in der Landeshauptstadt 1292 Kita-Plätze. Die Gesamtkosten für die Neubauten einschließlich des Abrisses von fünf Bestandsgebäuden belaufen sich auf 23 Millionen Euro.

„Ich freue mich sehr über die heutige Vertragsunterzeichnung und dass damit bis Ende 2018 knapp 1.300 neuen Kita-Plätze in Magdeburg entstehen", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Seit 2012 arbeitet die Stadtverwaltung kontinuierlich daran, neue Betreuungsplätze zu schaffen und damit die Wartezeit bei der Kita-Platzvergabe zu minimieren." Bereits vorher hatte sich die Misere abgezeichnet, da Eltern über das Kita-Platz-Portal der Stadt kaum noch Plätze in Kindertagesstätten bekamen. Lutz Trümper sagt: „Mit den neun Neubauten setzen wir ein weiteres Zeichen für alle betroffenen Eltern, dass wir auch weiterhin intensiv an dem Thema Kitaplatz-Versorgung für jedes Kind arbeiten."

Nach europaweiter Ausschreibung und Prüfung durch den Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement sowie durch das Rechnungsprüfungsamt ging die Generalunternehmerleistung zum Neubau der neuen Kindertagesstätten an die Bietergemeinschaft Wilhelm Wallbrecht GmbH & Co.KG und Industriebau Wernigerode GmbH. Die Kitas werden an den bestehenden Standorten Moldenstraße 18, Badeteichstraße 46, Wilhelm-Külz-Straße 22, Klusweg 7, Braunlager Straße 5 sowie auf Grundstücken in der Großen Steinernetischstraße, Herrenkrugstraße/ Breitscheidstraße, im Olvenstedter Grund und in Alt Salbke entstehen.

Abriss und Neubau ist günstigere Variante

Geplant war es zunächst fünf der neun Kitas komplett zu sanieren. Der Abriss und die Ersatzneubauten stellten sich jedoch als wirtschaftlichere Lösung im Hinblick auf die Funktionalität, die zu erwartende Lebensdauer der Gebäude und die geringeren Energie- und Unterhaltungskosten heraus. Gegenüber den ausgeschriebenen fünf Sanierungen und vier Neubauten ist der ausgehandelte Pro-Platz-Kostensatz um 14,3 Prozent niedriger und umfasst zudem 130 Kita-Plätze mehr als gefordert.

Zu den Vergabekosten von 23.250.000 Euro kommen 2017 Vorlaufkosten von insgesamt 279.000 Euro, sodass sich die Gesamtsumme von 23.529.000 Euro ergibt. Die Zwischenfinanzierung übernimmt der Generalunternehmer. Die Bezahlung erfolgt erst mit der schlüsselfertigen Übergabe der Objekte.