Magdeburg l Zwei noch unbekannte Männer haben am frühen Morgen des 23. Mai 2019 in einer Straßenbahn in Magdeburg einen Mann verprügelt und dabei lebensbedrohlich verletzt. Dies teilte die Polizei am frühen Donnerstagnachmittag mit. Mit Bildern aus der Überwachungskamera aus der Bahn wird nun nach den Männern gesucht.

Der 42-jährige Kasache bestieg laut Polizei gegen 5.45 Uhr an der Haltestelle Kastanienstraße die Straßenbahnlinie 10 in Richtung Rothensee. Beim Einsteigen kam es zwischen ihm und den zwei Männern, die eigentlich aussteigen wollten, zu einem Streit. Alle drei Männer fuhren mit der Bahn weiter.

Männer prügeln auf Opfer ein

Plötzlich schlugen und traten die zwei Männer, die russisch sprachen, auf das Opfer ein. Zwei Haltestellen später, an der Pettenkoferstraße, stiegen die zwei Täter wieder aus.

Bilder

Das Opfer blieb in der Straßenbahn. Wegen der Verletzungen und der Schmerzen begab er sich selbständig in ein Krankenhaus. Laut ärztlicher Untersuchung führten die Verletzungen zu einem lebensbedrohlichen Zustand, so die Polizei. Dank einer Not-Operation bestehe mittlerweile keine Lebensgefahr mehr, heißt es.

Personenbeschreibung liegt vor

Eine Personenbeschreibung liegt jetzt auch vor. Die Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben:

Mann 1:

  • ca. 30 – 35  Jahre alt,
  • 180 – 190 cm groß,
  • normale Statur,
  • Dreitagebart,
  • dunkle gewellte Haare,
  • bekleidet mit blauer Jeanshose, dunkler Pullover mit Applikationen im Brustbereich, dunkle Jacke mit Kapuze und dunkle Schuhe.

Mann 2:

  • ca. 40 – 45 Jahre alt,
  • ca. 170 – 175 cm groß,
  • gedrungene Statur, Dreitagebart,
  • sehr kurze Haare mit Geheimratsecken, fast Glatze,
  • bekleidet mit blauer Jeanshose, dunkler Pullover mit Streifen, dunkle Schuhe, dunkle Lederjacke mit Reißverschluss.

Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, die die Tat beobachtet haben und/oder die abgebildeten Männer auf den Fotos identifizieren können. Hinweise werden unter Telefon 0391/546-5196 entgegengenommen.

Ob sich die drei Männer kannten, ist noch nicht geklärt. "Vermutlich nicht", sagte ein Polizeisprecher auf Volksstimme-Nachfrage. Bislang gebe es zumindest keine konkreten Hinweise darauf. Angehörige des Opfers hatten die Polizei informiert.