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VerwaltungMagdeburger Ausländerbehörde soll umziehen

Die Magdeburger Ausländerbehörde soll umziehen. Am aktuellen Standort ist zu wenig Platz.

Von Ivar Lüthe 24.01.2023, 03:30
Die Ausländerbehörde Magdeburg im Breiten Weg.
Die Ausländerbehörde Magdeburg im Breiten Weg. Foto: Ivar Lüthe

Magdeburg - Die Magdeburger Ausländerbehörde soll vumziehen. Damit sollen sich die Bedingungen für die Kunden sowie die Mitarbeiter verbessern.

An der Ausländerbehörde der Landeshauptstadt gab es in der jüngeren Vergangenheit viel Kritik. Beklagt wurden unter anderem lange Warte- und Bearbeitungszeiten der Anträge und Anliegen der Kunden sowie eine schwere bis unmögliche Kontaktaufnahme mit der Behörde. Auch die Stadtverwaltung räumte ein, dass es Probleme in der Behörde gebe – wie auch in vielen anderen Ausländerbehörden in ganz Deutschland.

In Magdeburg reagiere man. So gebe es in der Behörde eine Umstrukturierung, um Arbeitsabläufe zu optimieren und Bearbeitungszeiten zu reduzieren. Außerdem seien zusätzliche Mitarbeiter eingestellt worden. Für die Ausländerbehörde ist zudem der Aufbau der elektronischen Aktenführung vorgesehen, um die Bearbeitungsverfahren zu beschleunigen.

Magdeburger Verwaltung prüft geeigneten Standort

Nun soll die Behörde auch noch umziehen, um die Bedingungen für die Kunden und auch die Mitarbeiter sowie die räumlichen Kapazitäten zu verbessern, kündigte Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris jetzt an. Die Rahmenbedingungen am Standort Breiter Weg seien „äußerst ungünstig“, teils mussten Kunden vor der Behörde warten, weil es nicht genügend Warteflächen gibt. Das habe nicht gerade zu einer positiven Willkommenskultur beigetragen, „wenn man die Menschen auf der Straße stehen lässt bei Wind und Wetter ohne Überdachung und dann nur einzeln hereinbittet“, so die Oberbürgermeisterin auf der jüngsten Jahrespressekonferenz. Auch für die zusätzlich eingestellten Mitarbeiter müsse mit dem Umzug mehr Platz geschaffen werden. Hinzu kämen zusätzliche Aufgaben durch das neue Einbürgerungsgesetz für die Behörde.

Der neue Standort soll sich in der Neustadt befinden, wie die Oberbürgermeisterin auf Nachfrage ankündigte. Das kommunale Gebäudemanagement sei aktuell dabei, einen konkreten Standort zu prüfen. Sollte sich dieser Standort als geeignet erweisen, wird eine entsprechende Beschlussvorlage vorbereitet, hieß es aus dem Rathaus. Ein konkreter Zeitplan könne noch nicht genannt werden. OB Boris sagte, sie hoffe, „dass in nächster Zeit der Umzug stattfinden kann“. Zum möglichen Standort wurde noch nichts gesagt.

Mit den Umzugsplanungen der Behörde in die Neustadt soll zudem ein Nachnutzungskonzept für das Gebäude am Breiten Weg erstellt werden, hieß es aus dem Rathaus. Das Gebäude befindet sich in städtischem Besitz.