Platz des 17. Juni

Magdeburger haben keine Lust auf eine Extra-Umleitungsrunde

Baustellen und Umleitungen fördern manchmal seltsames Verhalten. In Magdeburg etwa wird eine gesperrte Abbiegespur konsequent missachtet.

Von Marco Papritz
Das Einbiegen von der Carl-Miller-Straße in Fahrtrichtung stadtauswärts ist in Magdeburg derzeit nicht möglich, dennoch können Autofahrer regelmäßig beobachtet werden, die sich über das Verbot hinwegsetzen.
Das Einbiegen von der Carl-Miller-Straße in Fahrtrichtung stadtauswärts ist in Magdeburg derzeit nicht möglich, dennoch können Autofahrer regelmäßig beobachtet werden, die sich über das Verbot hinwegsetzen. Foto: Marco Papritz

Magdeburg - „Zurück auf Start“, heißt es nicht nur im Monopoly-Spiel, sondern in diesen Tagen auch in der Carl-Miller-Straße. Hier steht wegen Einrichtung einer neuen Trinkwasserleitung der Städtischen Werke in der Halberstädter Straße in Höhe des Landgerichts bis zum Platz des 17. Juni die Linksabbiegespur in Fahrtrichtung stadtauswärts nicht zur Verfügung. Die Kombination aus einspuriger Fahrbahn in der „Halber“ im Baustellenbereich und der Ampelkreuzung sowie dem Straßenbahnverkehr würde das Staurisiko erhöhen. Eine Vielzahl von Fahrzeugführern zeigt sich davon unbeeindruckt, wie Leser der Volksstimme ihrem Ärger darüber Luft machen. Obwohl sie von der Carl-Miller-Straße aus nur geradeaus oder in Richtung City abbiegen dürfen, „fahren sie einfach frech an der Absperrung vorbei in Richtung Landgericht“, wie es unter anderem heißt.

Die besagten Fahrer scheinen keine Lust auf eine Extrarunde zu haben – eigentlich müssten sie über den Hasselbachplatz einen neuen Versuch unternehmen, ihr Fahrziel anzusteuern – eben nicht über die Carl-Miller-Straße, wie dies ausgeschildert ist. Die Bauarbeiten sollen übrigens in Kürze abgeschlossen sein.