Aktionstag

Magdeburger Museen laden zum Entdecken ein

Zum Internationalen Museumstag laden die Magdeburger Museen trotz Corona-Einschränkungen zum Entdecken ein - in ihren Häusern und mit digitalen Angeboten.

Von Ivar Lüthe
Die Sonderausstellung „Magdeburger Gesichter des 19. Jahrhunderts“ ist am Museumstag am Sonntag letztmalig im Kulturhistorischen Museum zu sehen.
Die Sonderausstellung „Magdeburger Gesichter des 19. Jahrhunderts“ ist am Museumstag am Sonntag letztmalig im Kulturhistorischen Museum zu sehen. Foto: Ivar Lüthe

Magdeburg. - Die Inzidenzzahlen für Magdeburg bleiben stabil unter der für Lockerungen kritischen Marke von 100. Einem Besuch der Magdeburger Museen – vor allem auch am Sonntag, 16. Mai 2021, dem Internationalen Museumstag – steht also nichts im Wege. Die Lockerungen kamen gerade zur richtigen Zeit, wie Museumssprecher Heinrich Natho sagt.

Seit Dienstag, 11. Mai 2021, empfangen Kulturhistorisches Museum und das Museum für Naturkunde nach dem Lockdown in der Bundesnotbremse wieder Besucher. Und die Nachfrage ist groß, sagt Gabriele Köster, die Direktorin der Magdeburger Museen.

Und so freuen sich die Museen auch für den Museumstag am Sonntag auf viele Besucher. Das Kulturhistorische Museum, das Museum für Naturkunde und das Dommuseum Ottonianum Magdeburg laden dazu ein. Dabei ist der Eintritt an diesem besonderen Tag frei.

Digitale Angebote wegen strenger Auflagen

„Wir werden leider nicht das ganze Feuerwerk abfeuern können wie sonst“, sagt Heinrich Natho mit Blick auf die Auflagen, die es zu erfüllen gibt. „Leider müssen Führungen und Aktionen hinter den Kulissen in diesem Jahr pandemiebedingt ausfallen. Auf der Facebookseite des Kulturhistorischen Museums wird es dafür eine Vielzahl digitaler Angebote geben.“

Ferner liegen Rätselblätter im Museum bereit. Außerdem besteht zum letzten Mal die Gelegenheit, die Sonderausstellung „Magdeburger Gesichter des 19. Jahrhunderts“ im Kulturhistorischen Museum zu erleben.

Auf Besucher freut sich auch die vor Kurzem eröffnete Sonderausstellung zum 200. Todestag von Napoleon Bonaparte. Unter dem Titel „Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist es nur ein Schritt“ sind 27 Karikaturen sowie viele historische und historisierende Darstellungen aus dem Fundus des Museums im Kaiser-Otto-Saal ausgestellt.

Vorherige Terminbuchung ist nötig

Der Besuch des Kulturhistorischen Museums und des Museums für Naturkunde ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Anmeldung erfolgt beim Museumsservice per E-Mail unter service@museen.magdeburg.de oder telefonisch unter 0391/540?35?30. Beim Besuch der Museen müssen alle Besucher ab 6 Jahren eine medizinische Maske tragen und stets den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Für den Einlass in das Dommuseum Ottonianum ist ein Online-Ticket nötig. Auch hier gelten die Abstandsregel und die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Auch das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg feiert mit und lädt ein, kostenfrei das Museum und die Ausstellungen zu entdecken. Eine vorherige Anmeldung mit Terminreservierung ist hier ebenso notwendig - unter kontakt@kunstmuseum-magdeburg.de oder 0391/565?02?11.

Museums-App für den Skulpturenpark

Veranstaltungen und Führungen können gemäß der Corona-Verordnung derzeit nicht angeboten werden. Der Besuch der Ausstellungen „Sven Johne. Ostdeutsche Landschaften“ und „Hartwig Ebersbach. Die Madonna“ lohnt aber allemal, wirbt das Kunstmuseum.

Ein weiteres Erlebnis bietet die neue Museums-App für den Skulpturenpark: Die Audiotour mit 14 Stationen lädt zum Erforschen der Werke im Außenbereich des Museums ein. Für Kinder und Familien bietet die App einen altersgerechten und unterhaltsamen Rundgang an. Die App „Kunstmuseum Magdeburg“ ist kostenfrei in den gängigen App-Stores verfügbar.

Das Technikmuseum kann wegen eines Schadens am Dach derzeit keine Besucher empfangen. Dennoch wird mitgefeiert. Auf Instagram und Facebook wird der Aktionstag ausschließlich online stattfinden. Jeweils ab 11.30 und ab 15 Uhr spricht dazu Museumsleiter Hajo Neumann. Zwei Programmpunkte sind Bestandteil des digitalen Konzeptes. Dazu gehört das Format „Frag’ den Chef“, bei dem sich der Museumsleiter den Fragen der Interessierten stellen wird. Das Gespräch wird live auf Instagram unter technikmuseum_md zu sehen sein.

Ein weiterer Höhepunkt wird eine besondere Videoführung sein, bei der eine historische Druckvorführung im Jahr 2121 gezeigt wird. Weiterhin werden drei Ausstellungsstücke aus unterschiedlichen Bereichen der Industriekultur mithilfe von Augmented Reality (AR) zum Leben erweckt. Auf diese Weise sehen die Besucher, wie Dampfhammer, Dampflok und Dreschmaschine funktioniert haben und wie mit ihnen gearbeitet wurde.