Magdeburg l Erneut gibt es seltenen Affen-Nachwuchs im Zoo Magdeburg, und der Tierpark kann sich auch über einen seltenen Zuchterfolg freuen: Bei den Nördlichen Zwergmeerkatzen (Miopithecus oguensis) und bei den Mandrills (Mandrillus sphinx) kam jeweils ein Jungtier zur Welt, wie der Zoo am 30. Oktober 2019 meldete.

Die Nördlichen Meerkatzen stammen aus Kamerun, Äquatorial-Guinea, Gabun sowie dem Kongo und bewohnen bevorzugt tropische Feucht- und Auwälder. Dort halten sie sich fast immer in Bäumen auf und vermeiden es wenn möglich, sich auf dem Boden fortzubewegen. Sie können jedoch gut schwimmen. Wie der Name schon vermuten lässt, sind Zwergmeerkatzen die kleinsten aller Altweltaffen - Männchen werden nur rund 1200 Gramm schwer, Weibchen sogar nur 800 Gramm. Ihre Nahrung ist sehr vielfältig und besteht einerseits aus pflanzlichen Komponenten wie Samen, Früchten und Blättern, andererseits aber auch aus tierischer Nahrung wie Insekten, Vogeleiern und kleine Wirbeltieren wie Reptilien, Kleinvögel und Kleinsäuger. Nach rund 160 Tagen Tragzeit brachte das Weibchen „Katiti“ am 6. Oktober 2019 ein Jungtier zu Welt – und wie gesagt, ist das in deutschen Zoos ein sehr seltener Zuchterfolg!

Potenter Mandrillmann

In der Magdeburger Mandrillgruppe indes gibt es regelmäßig Jungtiere, denn der Mandrillmann Ebevu ist sehr fortpflanzungsfreudig. Mit seiner imposanten Erscheinung und ruhigen Ausstrahlung ist er der „Chef“ der Mandrillgruppe. Seit 2016 werden im Zoo Magdeburg Mandrills gehalten. Insgesamt hat Ebevu bisher elf Nachkommen.