Schönebeck l Die Mitarbeiter des Kreiswirtschaftsbetriebes (KWB) waren und sind seit Tagen damit beschäftigt, nach und nach die wegen der Schneemengen ausgefallenen Abfallsammeltouren nun aufzuholen. „Wir sammeln den Müll immer ordentlich ein und fahren seit Mittwoch nach Plan – soweit die Straßen durch unsere Fahrzeuge befahrbar sind.“ Darauf verweist der Betriebsleiter des KWB, Ralf Felgenträger, auf Anfrage der Volksstimme.

Der viele Schnee hat den Müllentsorgern in den vergangenen Tagen schwer zu schaffen gemacht. Etliche Entsorgungstouren – vor allem in den Nebenstraßen – mussten ausfallen, weil die Müllfahrzeuge selbst nicht durchkamen oder die teils übervollen Mülltonnen und -container durch Schnee und Eis nicht bis zum Müllfahrzeug zu bekommen waren.

Restmüll hat Priorität

Priorität hatte in den vergangenen Tagen die Abfuhr des Restmülls. Mit den steigenden Temperaturen und dem Auftauen des Mülls drohte, dass dieser in den Tonnen sich geruchsintensiv zersetzte. Doch auch die Gelben und Blauen Tonnen wurden parallel abgefahren. Der KWB habe zunächst die ausgefallenen Touren von Restabfall dort nachgeholt, wo sie Straßen befahren konnten und frei geräumte Standplätze oder Zugänge zu den Abfallbehältern vorhanden waren. „Leider gibt es immer noch Straßen, die nicht schnee- und eisfrei sind. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Gemeindestraßen“, so Felgenträger.

Die derzeit größte Herausforderung bei der Restabfallsammlung sei die Bewältigung der Mehrmengen. Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern müssten viele befüllte Abfallsäcke an den Behältern per Hand entsorgt werden (siehe Foto rechts). Für die Mitarbeiter derzeit keine schöne Aufgabe, die aber dennoch gemacht werden muss.

„Ein großes Dankeschön an alle Bürger, die Verständnis dafür aufbringen, dass eine Abfallentsorgung auf Grund der unbefahrbaren Straßen nicht möglich war. Wir wären gerne alle Haushalte abgefahren. Wer dennoch mit seinem Behältervolumen nicht ausreicht wird gebeten, diesen in einem Sack zu sammeln und bei der nächsten Abfuhr neben die schwarze Tonne zu stellen“, rät Ralf Felgenträger.