Magdeburg l Sehr sachlich kommt die Ansage in den Straßenbahnen daher, die an den Haltestellen der Magdeburger Verkehrsbetriebe halten. Ob denn beispielsweise Kinder das Puppentheater ansagen könnten oder es Hinweise zum Puppentheaterprogramm geben könnte – diese Punkte wurden jetzt im Betriebsausschuss des Puppentheaters und im Kulturausschuss diskutiert. CDU-Stadtrat Andreas Schumann warb zum Beispiel im Kulturausschuss für die Idee, um Fahrgäste auf die Attraktionen der Stadt aufmerksam zu machen.

Denkbar sei ja auch, etwas Ähnliches an anderen Stationen in Magdeburg einzurichten – zum Beispiel am Opernhaus und am Schauspielhaus. Grundsätzlich gab es keinen großen Widerspruch aus den Reihen der fürs Thema Kultur zuständigen Stadträte. Einzig Kulturausschusschef Oliver Müller merkte mit Blick auf Ansagen zu den Ereignissen in den jeweiligen Einrichtungen an, „dass es ja zum Glück keine Haltestelle Rathaus gibt“.

Vorbilder in der Vergangenheit

Dass Kinder in Straßenbahnen der Magdeburger Verkehrsbetriebe aktiv werden, hat es bereits gegeben: So hat es beispielsweise im Jahr 2006 eine Kampagne gegeben, bei der eine Straßenbahn mit Kinderzeichnungen gestaltet worden war und bei der Mädchen und Jungen auch die Haltestellen angesagt hatten.

Kulturbeigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz jedenfalls sicherte zu, das Gespräch zum Thema mit der MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel zu suchen. Dann dürften unter anderem Fragen zu den Kosten auf den Tisch kommen: Neben der eigentlichen Aufnahme geht es darum, die Inhalte in die Technik der Verkehrsbetriebe einzupflegen. Zudem geht es auch um eine ausreichende Verständlichkeit der Ansagen: Als von einer professionellen Ansagerin auf einen professionellen Ansager gewechselt worden war, hatte es auch Kritiken gegeben.