Magdeburg l Laut einer Stellungnahme wurden in einer Fachwerk-Außenwand „Putzschäden sowie ein Putzabriss im Auflagerbereich eines tragenden Unterzuges“ festgestellt. Die Beschädigungen resultierten aus den Tiefbauarbeiten, während derer durch Ramm- und Verdichtungsarbeiten schwere Erschütterungen entstehen. „Fachwerkgebäude wie die Villa P. reagieren wegen ihrer elastischen Bauweise konstruktionsbedingt sehr empfindlich auf Erschütterungen und sonstige Untergrundveränderungen“, heißt es von Seiten der Stadt. Vorausgegangen war eine Anfrage von Stadtrat Robby Schmidt (AfD). Im Zuge der Untersuchung wurden Monitore an den Rissen angebracht. Die Auswertung soll nach Abschluss der Baumaßnahme erfolgen. Auch eventuelle Folgen für die Statik des Bauwerkes werden dann ersichtlich werden.

Bedenken schon im Vorfeld

Im März bereiteten Risse den Mitarbeitern der Villa Sorgen. Vor Jahren habe man bei der Planung der Baustelle in der Warschauer Straße, in der ein Teilstück der neuen Straßenbahnstrasse zur Leipziger Straße als Teil des Großprojektes 2. Nord-Süd-Verbindung der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) gebaut werden soll, auf die drohende Überlastung der Porsestraße hingewiesen.

Wegen Bauarbeiten für die Trasse ist die Warschauer Straße seit dem Frühjahr 2019 gesperrt. Eine 1,1 Kilometer lange neue Straßenbahnverbindung zwischen der Schönebecker Straße und der Leipziger Straße über die Warschauer und die Raiffeisenstraße lassen die MVB hier errichten. Parallel wird auf 500 Metern die bestehende Gleisstrecke in der Schönebecker Straße zwischen der Benediktinerstraße und der Budenbergstraße ausgebaut.