Immobilien

Neue Wohnanlage für Senioren entsteht ab 2022 in Magdeburg

Im Magdeburger Stadtteil Neustädter Feld soll ab 2022 eine Seniorenwohnanlage mit integrierter Pflegeeinrichtung entstehen. 50 Wohnungen sind dort geplant.

Von Stefan Harter
"Die Stadtfelder"-Wohnungsgenossenschaft eG plant im Neustädter Feld in Magdeburg eine Wohnanlage für Senioren.
"Die Stadtfelder"-Wohnungsgenossenschaft eG plant im Neustädter Feld in Magdeburg eine Wohnanlage für Senioren. Visualisierung: Burgi Bock/Brillux

Magdeburg - Wenn man auf dem Olvenstedter Graseweg entlang fährt, fällt in Höhe Hans-Grade-Straße der bauliche Fremdkörper auf. Wie in einem Feriendorf stehen dort wabenförmige Bungalows nebeneinander. Dort wohnen aber keine Touristen, sondern Senioren. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Otto von Guericke“ und Pflegespezialist Humanas haben bei der Errichtung der Anlage kooperiert.

„Die Stadtfelder“-Wohnungsgenossenschaft eG war ebenfalls auf der Suche nach einer Form des betreuten Wohnens, vorrangig für ihre älteren Mitglieder, berichtet Vorstand Jens Schneider. „Mit Pflegeimmobilien kennen wir uns bislang noch nicht aus. Wie groß müssen die Wohnungen sein? Worauf muss man bei der Ausstattung achten?“, zählt er Fragen auf, vor denen sie standen. Auf Empfehlung der Kollegen von der Guericke-Genossenschaft kam der Kontakt zu Humanas zustande. Dieser soll jetzt Früchte tragen.

Anlage mit „Feriendorf“-Flair

Eine ganz ähnliche Anlage wie jene in Olvenstedt soll nun im Neustädter Feld entstehen. Konkret geht es um eine Fläche an der Ecke Ulnerstraße/ Resewitzstraße, wo einst ein Kindergarten gestanden hatte. Seit dessen Abriss blieb das Grundstück ungenutzt. Dort wird nun ebenfalls eine Seniorenwohnanlage mit dem gewissen „Feriendorf“-Flair gebaut werden.

Nach Angaben von Jens Schneider soll mit diesem Projekt 2022 planmäßig begonnen werden. Kürzlich hatte er erst berichtet, dass ein weiteres Bauprojekt der Genossenschaft, ein Wohnhaus in der Prälatenstraße in der Magdeburger Innenstadt, aufgrund der aktuellen Bedingungen im Baugewerbe vorerst verschoben werden muss.

Mitglieder haben Vorrang bei Vergabe

Bei der Seniorenanlage sei die Genossenschaft aber nur Auftraggeber, gebaut wird sie von Humanas, die wiederum die Anlage anschließend von den Stadtfeldern für ihre Pflegeeinrichtung anmieten, wie Schneider erläutert. Diejenigen Mieter, die das wollen, können die dort angebotenen Dienste dann in Anspruch nehmen. Bei der Vergabe der geplanten 50 Wohnungen hätten Genossenschaftsmitglieder Vorrang vor anderen Interessenten, so der Vorstand. Außerdem ist vorgesehen, dass dort ein Nachbarschaftstreff als offene Einrichtung für ältere Anwohner aus der Umgebung einziehen wird.

Bei der Gestaltung der Anlage stehe ganz klar die Funktion im Fokus, so Jens Schneider. Farblich wolle man sich aber vom Olvenstedter Vorbild abheben und an dem rot-gelben Schema der Genossenschaft orientieren, das beispielsweise bei der Sanierung des Zehngeschossers am Hanns-Eisler-Platz bereits verwendet wurde, erklärt er.

Montagebauweise für kürzere Bauzeiten

Humanas baut derzeit bereits eine weitere Anlage am Bruno-Taut-Ring, 16 Reihenhäuser sollen dort für Senioren entstehen. Im August ist voraussichtlich Baustart.

Insgesamt werden mittlerweile 17 Objekte in Sachsen-Anhalt von dem Unternehmen betrieben. Seit 2019 werden pro Jahr drei Neubauten errichtet. Für die Senioren-Wohnanlagen wird eine Montagebauweise angewandt, das heißt die Bauteile werden vorgefertigt angeliefert und vor Ort nur noch montiert, was unter anderem eine schnellere Bauzeit ermöglicht.