Magdeburg l „Die ersten Gäste waren schon da“, berichtet Stellplatzbetreiber Marvin Hollenbach. „Und positives Feedback für die Lage gab es auch“, freut er sich. Denn mit Domblick und der Lage am Yachthafen ist der Stellplatz zentral im Rotehornpark gelegen.

Die Idee, aus dem ehemaligen Werftgelände einen Wohnmobilstellplatz zu machen, kam dem 29-Jährigen, nachdem er das Grundstück 2014 erworben hatte. Weil der Bedarf an Wohnmobilstellplätzen stetig steigt und es in Magdeburg nur einen weiteren Stellplatz am Petriförder gibt, stellte er bei der Stadt einen entsprechenden Bauantrag.

Arbeiten in Eigenregie

Mit dessen Bewilligung in der Tasche startete Marvin Hollenbach mit den Arbeiten, die er mit der Unterstützung von Freunden fast ausschließlich in Eigenregie durchführte. Unter anderem musste das Grundstück vom Bewuchs befreit und begradigt werden.

Entsprechend den Vorgaben ersetzte er die auf dem Grundstück gefällten Bäume an anderer Stelle im Magdeburger Stadtgebiet. „Ohne meine Freunde wäre ich hier noch lange nicht so weit wie jetzt“, dankt er für die Unterstützung.

16 Stellplätze

Mittlerweile befinden sich auf der rund 6.000 Quadratmeter großen Fläche insgesamt 16 Stellplätze für Wohnmobile aller Modelle. Die Stellplätze sind mit einem Stromanschluss ausgestattet. Außerdem gibt es einen Frischwasser- sowie Fäkalienanschluss. Ein Stellplatz kostet 7 Euro pro Nacht. Wie viel Geld er in den neuen Stellplatz investiert hat, wollte er allerdings nicht verraten.

Seinen „Wohnmobilstellplatz am Yachthafen Magdeburg“ betreibt Marvin Hollenbach nebenberuflich. „Ich hoffe, meine Rente so irgendwann finanzieren zu können.“ Hauptberuflich arbeitet der 29-Jährige als Hausmeister.

Konzerte auf dem Wasser

„Die Zeit im Job kann ich mir glücklicherweise recht frei einteilen, so dass ich Gäste fast immer selber begrüßen und ihnen das Gelände zeigen kann“, erklärt er.

Für zukünftige Veranstaltungen auf dem Stellplatz hat Marvin Hollenbach auch schon Ideen. „Es wäre toll, auf einem Steg auf dem Wasser Konzerte zu veranstalten“, träumt Marvin Hollenbach. Bekannt machen will er den Wohnmobilstellplatz über entsprechende Online-Portale. Auch die Unterlagen für die Aufnahme in einen Fachkatalog hat er bereits abgegeben. „Da hatte ich wirklich Glück. Am nächsten Tag war Redaktionsschluss und dann hätte ich ein Jahr warten müssen“, gesteht er grinsend. Auch eine eigene Website will er einrichten.