Bauarbeiten in Sudenburg

Verkehrslage im Süden der Landeshauptstadt: Neues Nadelöhr in Magdeburger Achse

Nächste Etappe für das Sudenburger Großprojekt der Städtischen Werke Magdeburg: In der Halberstädter Straße läuft eine neue Etappe zur Erneuerung von Leitungen.

Von Stefan Harter und Marco Papritz
Im Baustellenbereich rollt es nur einspurig auf der Halberstädter Straße in Fahrtrichtung Ottersleben. Foto: Marco Papritz  

Magdeburg. Ein Gefühl des Déjà-vus haben Autofahrer in der Halberstädter Straße. In Fahrtrichtung Ottersleben dauert es wieder länger, weil unmittelbar am Abzweig Leipziger Straße die rechte Fahrbahn gesperrt ist. Das Einfädeln dauert seine Zeit, insbesondere durch die Straßenbahnlinien, die in der Straße verkehren und kurz hinter dem Beginn der Baustelle in Höhe des Gerichts wegen einer Haltestelle stoppen müssen. Dieses Szenario ist bereits aus dem vergangenen Jahr bekannt, als die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) in der Sudenburger Hauptverkehrsachse im Untergrund aktiv waren. Doch die Baustelle war irgendwann abgeschlossen und der Weg wieder frei. Warum nun wieder die Buddelei an der gleichen Stelle?

Nicht beendet - nur unterbrochen

Auf Volksstimme-Anfrage erklärt SWM-Sprecherin Cornelia Kolberg, dass es sich um dieselbe Baumaßnahme wie im Vorjahr handelt. Eine neue Trinkwasserleitung wird in dem Bereich verlegt. Die Arbeiten waren gar nicht beendet, sondern wurden nur unterbrochen, wie sie sagt. Einmal, weil die Wintermonate anstanden. Zum anderen aber auch, weil im angrenzenden Landgericht einer der größten Prozesse der vergangenen Jahre abgehalten worden war. Das Verfahren gegen den Halle-Attentäter war von umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen der Polizei begleitet worden, die durch die Baustelle erschwert worden wären.

Nachdem der Täter mittlerweile abgeurteilt wurde, können die Arbeiten jetzt fortgesetzt werden. Nach Angaben der SWM-Sprecherin werden diese voraussichtlich noch bis Mitte Juni andauern – samt Verkehrseinschränkungen.

Bauarbeiten laufen seit 2018

Die SWM führen das Großprojekt fort, das im Frühjahr 2018 begonnen wurde. In mehreren Bauabschnitten wird der Straßenzug ab Kroatenweg mit einer neuen Trinkwasserleitung versehen. Und zwar im sogenannten Rohreinzugsverfahren: Dabei wird die neue Leitung aus verformbarem (duktilem) Guss mit Hilfe einer Seilwinde in das bereits vorhandene, gereinigte Gussrohr verlegt. Dadurch muss nicht der komplette Straßenbereich geöffnet werden, wie es heißt.