Magdeburg l Dunkle Wolken ziehen am Sonntag (7. Juli 2019) über der Pegelmesstation an der Magdeburger Strombrücke auf – für die Elbe ein gutes Zeichen. Obwohl die Regenfälle in der Region dürftig bleiben, reichen sie im Verbund mit dem Wasser, das in diesen Tagen im Elbeursprungsland Tschechien aus den Wolken fiel und fällt, um das Sinken des Elbepegels vorerst zu stoppen.

Bei andauernder Trockenheit hatte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bereits für das vergangene Wochenende einen neuen Negativrekord an der Messstation Strombrücke vorhergesagt. Demnach sollte Pegel am Sonntag auf 44 Zentimeter fallen, noch einmal zwei Zentimeter unter den neuen Niedrigwasserrekord von 2018. Damals war Strombrückenpegel auf 46 Zentimeter abgesackt. Bis dahin galt der mit 48 Zentimetern am 22. Juli 1934 erreichte Tiefstand als Rekordmarke. Sie überdauerte 84 Jahre. Dem 2018 aufgestellten Rekord ist voraussichtlich weniger Haltbarkeit beschert. Die Trockenheit in der Region dauert an.

Für die kommenden Tage zeichnet sich allerdings erst einmal Entspannung ab. In Tschechien werden weitere Regenfälle erwartet, so dass der Pegel an der Strombrücke bis 10. Juli 2019 wieder auf 55 Zentimeter klettern soll. Für die Ausflugsboote der Weißen Flotte oder gar die Lastschifffahrt ist das aber längst nicht genug, um den regulären Betrieb wieder aufnehmen zu können.

Wo jetzt nur ein Halbmeter Elbewasser gemessen wird, ließ das Hochwasser 2013 die Wassermassen auf siebeneinhalb Meter anschwellen.