Magdeburg l Sie sind gut wieder in der Heimat gelandet: Der Magdeburger Oldtimerfan Torsten Riedel, sein Copilot aus Halle Alexander Silkeit und natürlich Riedels himmelsblauer Skoda, ein S 120 S, die Rallyeversion des Serienautos S 100, Baujahr 1971.

Hinter dem Oldtimerteam liegt ein spannendes Rennen rund um Prag. Riedel und Silkeit sind Mitte April 2019 zum zweiten Mal beim traditionellen „Rallye Praha Revival“ gestartet und auch diesmal mit tollen Eindrücken zurückgekehrt.

Tschechen an Magdeburger Skoda interessiert

Der Show-Start auf dem Wenzelsplatz in Prag sei für sich schon wieder spektakulär gewesen, berichten die beiden nach ihrer Rückkehr. Mit ihrem Skoda genießen die Sachsen-Anhalter gerade beim tschechischen Publikum besondere Aufmerksamkeit, wird dieses Auto doch schon seit 1905 im Land produziert. Und so fühlen sich die Deutschen Riedel und Silkeit mit ihrem Skoda-Oldie auf den Straßen rund um Prag natürlich besonders wohl. Zumal auch die diesjährige Rallye an drei Tragen diverse Höhepunkte bereithielt. Und das betraf nicht nur den Start auf dem Wenzelsplatz.

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Über 600 Kilometer führte die Tour quer durch Tschechien - von früh morgens bis spät in die Nacht. Die anspruchsvolle Strecke beinhaltete staubige Crossstrecken, Bergrennstrecken, alte Militärgelände, Steinbrüche und haarnadeldünne Nebenstraßen. Das war Herausforderung pur: „Wir versuchten, unsere besten möglichen Zeiten zu fahren. Durch die Trockenheit war es teilweise sehr staubig und die Sicht extrem stark behindert“, erinnert sich Alexander Silkeit.

Erstmals ging's durchs Wasser

Höhepunkt war eine Wasserdurchfahrt. Es war für das Team Riedel/Silkeit das erste Mal, dass sie Festland verlassen mussten. Am Ende belegte das Skoda-Team einen guten 27. Platz von fast 200 Teilnehmern.

Dabei wäre die Rallye für die beiden um ein Haar viel zu früh vorbei gewesen. Die Kraftstoffzuleitung war plötzlich defekt und musste repariert werden. „Ohne die Service-Kräfte unseres deutschen Partnerteams René Lindner/René Malotta und Herrn Beyer, der uns technisch betreut hat, wäre es ganz schnell vorbei gewesen“, betont Silkeit. Ende gut, alles gut. Der Schaden war fix behoben und unter dem rauschenden Beifall der tschechischen Zuschauer konnte es weitergehen. „Das war Rallyefahren wie früher“, schwärmen Alexander Silkeit und Torsten Riedel.

Auch das bleibt unvergessen: Rallye-Legende John Haugland aus Norwegen hat sich auf dem Skoda mit einem Autogramm verewigt. Das muss nun eine Weile halten; mindestens bis zum nächsten Jahr, wenn es für die Oldtimer-Rennfahrer aus Sachsen-Anhalt wieder heißt: Auf nach Prag!