Magdeburg l 414 Magdeburger sind derzeit mit dem Coronavirus infiziert, teilte das Sozialministerium am Freitag mit. Die Zahlen werden auch in den nächsten Tagen in Magdeburg auf hohem Niveau bleiben. Das erklärte Amtsarzt Dr. Eike Hennig gegenüber der Volksstimme. Er sagte: „Ich rechne nicht mit einem massiven Rückgang der Fälle.“

34 Neuinfektionen vermeldete die Stadt Magdeburg am Freitag. Davon seien 19 Frauen betroffen. Die Neu-Infizierten sind zwischen 12 und 84 Jahre alt, so eine Sprecherin der Stadt. Insgesamt stieg die Zahl auf 1051. Der Inzidenz-Wert liege nun bei 96,39. Rund 1500 Quarantäneanschreiben seien allein in den vergangenen sieben Tagen verschickt worden, so Hennig.

Wo sich die Neuinfizierten angesteckt haben, sei noch nicht in allen Fällen nachvollziehbar. Möglicherweise waren auch zwei große Hochzeitsfeiern Ursache für die Weitergabe des Coronavirus. „Das ist im Moment aber noch eine Vermutung“, sagte der Amtsarzt am späten Donnerstagabend. Bestätigt sei also noch nichts.

An mindestens 12 Schulen und 16 Kitas gab es in dieser Woche mindestens einen neuen Corona-Fall. Dabei seien alle Schularten betroffen. Zudem stehe noch ein Teil eines Pflegeheims unter Quarantäne. Hier war eine Pflegekraft positiv auf das Virus getestet worden, so Hennig. Aber auch Bewohner seien betroffen. Demnächst sollen Schnelltests an Pflegeheime verteilt werden. 12.000 Tests sollen in Magdeburg zur Verfügung stehen, sagte der Amtsarzt.

Vier Betroffene werden laut Hennig im Uniklinikum intensivmedizinisch versorgt. Dabei handele es sich nicht zwingend um Magdeburger.

Das Magdeburger Gesundheitsamt sei am Rand seiner Kapazität angekommen. Man schaffe es kaum, an einem Tag alle Kontaktpersonen zu ermitteln. In den nächsten Tagen soll das Team von 20 auf 30 Mitarbeiter aufgestockt werden, berichtete der Amtsarzt.