Magdeburg (vs) l Auch im dritten Quartal habe es eine solide Marktaktivität in Magdeburg gegeben, teilte Unternehmenssprecher Thomas Glodek mit. Die Mietpreise hielten demnach ihr Niveau. Beim Flächenumsatz seien bisher keine Krisensymptome zu verzeichnen gewesen, hieß es weiter.

Pandemiefolgen noch nicht zu spüren

Nach Analysen von Aengevelt Research habe der Büromarkt Magdeburg bis Ende des dritten Quartals 2020 einen Büroflächenumsatz von rund 15.000 Quadratmetern erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit damals 14.000 Quadratmetern bedeute dies einen Anstieg um sieben Prozent. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 14.600 Quadratmetern habe es einen Anstieg von zwei Prozent gegeben. Dabei verteilten sich die Umsätze auf die einzelnen Quartale wie folgt:

Im ersten Quartal 2020 wurden in Magdeburg 5300 Quadratmeter umgesetzt. Dabei handele es sich um einen überdurchschnittlich guten Start in das Jahr: Im Vergleich zum Dekadenmittel 2010 bis 2019 von 4600 Quadratmetern seien rund 15 Prozent mehr Flächen umgesetzt worden.

Das zweite Quartal sei ungeachtet der Corona-Auswirkungen mit 4700 Quadratmetern nur geringfügig schlechter ausgefallen und liege immer noch gut 20 Prozent über dem Dekadenmittel. Das dritte Quartal hingegen liege knapp 17 Prozent unter dem langjährigen Mittel.

Fast auf Vorjahresniveau

Für das Gesamtjahr 2020 prognostiziert Aengevelt einen Büroflächenumsatz um 22.500 Quadratmeter. Dieser Wert würde damit das sehr gute Vorjahresniveau von 23.000 Quadratmetern erreichen.

Den Hintergrund für die stabile Entwicklung erklärt Thomas Glodek so: „Während Unternehmen aus der IT- und Kommunikationsbranche derzeit ihre Flächengesuche reduzieren und Bestandsmieter Flächenverkleinerungen prüfen, zeichnet sich seitens der öffentlichen Hand und der Gesundheitsbranche ein steigender Flächenbedarf aufgrund von Digitalisierung und Erweiterung des Dienstleistungsangebots ab. In Summe heben sich beide Effekte gegenseitig auf.“

Leerstandquote bei 7 Prozent

Zum Ende des dritten Quartals 2020 stelle sich die Angebotsreserve stabil zum Vorjahreszeitraum auf bei rund 73.000 Quadratmetern. Die Leerstandsquote liege dementsprechend bei sieben Prozent.

Bis Ende 2020 prognostiziert Aengevelt Research eine weitgehend stabile Angebotsreserve von 72.000 Quadratmetern.

Nachdem 2017 und 2018 mit rund 4700 und 1000 Quadratmetern keine nennenswerten Büroflächenfertigstellungen erfolgt seien, habe sich das Volumen 2019 auf 12.000 Quadratmeter erhöht.

Für das Gesamtjahr 2020 werde ungeachtet der Corona-Krise ein weiter anziehendes Fertigstellungsvolumen von 21.400 Quadratmetern erwartet. Allerdings entspreche dies immer noch lediglich zwei Prozent des Gesamtbüroflächenbestandes und liege damit weiterhin unterhalb der Markterfordernisse, so Glodeck.

Stabile Preise bis Jahresende erwartet

Beim Preisniveau für Büros zeige sich die Spitzenmiete nach einem kurzen Einbruch in den ersten beiden Quartalen wieder stabil und stellte sich Ende September 2020 auf 13,50 Euro je Quadratmeter ein.

Die mittlere Miete in Citylagen liege nach Analysen von Aengevelt Research ebenfalls stabil bei 9,80 Euro. Bis Jahresende prognostiziert Aengevelt Research insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zwar keinen Anstieg des Mietniveaus, aber eine weiterhin stabile Spitzenmiete um 13,50 Euro, so Glodek.