Coronavirus

Protest der Veranstalter vor Rathaus

Die Veranstalter aus Wanzleben machen am kommenden Sonnabend auf ihre derzeitige Situation aufmerksam.

Von Von Christian Besecke

Wanzleben l  Dennis Mahr, Silvio Sattler, Christin Reek und Patrick Hecht sind eigentlich in der Veranstaltungsbranche tätig, wenn sie denn dürfen. Das ist aber schon spätestens seit dem ersten Lockdown im Jahr 2020 nicht mehr der Fall. „Wir haben praktisch seit über einem Jahr Berufsverbot“, formuliert Dennis Mahr. „Von Beginn an hat man uns in dieser Pandemie schlicht und ergreifend einfach vergessen. Bis zum heutigen Tag gibt es kein Konzept für unseren Berufszweig.“ Betroffen seien jedoch noch andere Selbstständige, die mit den Veranstaltern für gewöhnlich eng zusammen arbeiten.
„Das geht bis hin zu den Gastwirten und deren Zulieferern“, fährt Mahr fort. „Bei uns geht es weiter mit den Lichttechnikern, den vielen Helfern und Unterstützern. Auch Fotografen reihen sich da ein.“ Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Jubiläen seien entweder gar nicht oder nicht mehr so wie gewohnt möglich. Bislang fehle ein Konzept dazu, wie denn Öffnungsschritte möglich wären. „Wir sind da völlig außen vor und das nervt“, betont Mahr. „Wie geht es denn künftig weiter mit den Clubs, den Bars, den Discotheken?“ Dies fragten sich nicht nur die betroffenen Veranstalter, sondern auch mittlerweile die Menschen im Land.
Silvio Sattler beispielsweise, wird von den Kindern schwer vermisst, da er viele Veranstaltungen gerade für die Jüngsten ausgerichtet hat und in der Motorsport-Arena aktiv war. „All diese Veranstaltungen hängen doch in der Luft“, sagt Dennis Mahr. „Wer hätte vor zwei bis drei Jahren gedacht, dass von jetzt auf gleich alles auf null gefahren wird? Da brauchen wir nur einmal die Tourismusbranche anschauen.“ Damit mussten die vielen Soloselbständigen erst einmal klar kommen. Die Wanzleber haben sich größtenteils neue Berufsfelder erschlossen, in denen sie aktiv sind. „Für mich ist fraglich, ob ich noch einmal zu 100 Prozent als Veranstalter tätig sein werde“, erläutert der Wanzleber. „Vielleicht als Nebentätigkeit, ja.“