Magdeburg l Die Zitterpartie für zwei Bundespolizisten vom Magdeburger Hauptbahnhof und einen Schwarzfahrer aus Polen ist am Montag beendet worden. Bei allen drei Männern bestand der Verdacht auf eine Corona-Infektion. Am Montag lag dann das Testergebnis vor: negativ. Doch was war passiert?

Der 35-jährige Mann war am Sonntag in einem Zug aufgefallen, weil er kein Ticket und keine Ausweisdokumente dabei hatte. Zudem war er sehr aggressiv. Gegen 21.30 Uhr hielt der Regionalexpress aus Frankfurt/Oder in Magdeburg. Drei Bundespolizisten wollten den Mann sowie einen weiteren, der ohne Ticket und Papiere unterwegs war, kontrollieren. Plötzlich klagte der Pole über Herzschmerzen und Atemnot. Zudem hatte er einen Atemalkoholwert von 2,55 Promille.

Reisender wird Corona-Verdachtsfall

Rettungssanitäter stellten bei dem Mann erhöhte Temperatur fest. Er wurde als Corona-Verdachtsfall eingestuft und in ein Krankenhaus gebracht.

Weil zwei der drei Bundespolizisten bei der Überprüfung des Mannes nicht ausreichend Abstand wahren und sich nicht hinreichend schützen konnten, mussten sie sofort in häusliche Quarantäne. Die ist nun wieder aufgehoben.

Bei Corona-Verdacht wird abgeriegelt

Das Zugpersonal hatte zuvor nicht von Corona-Symptomen berichtet. Sonst wäre der Bahnsteig schon vorher abgeriegelt worden und die Beamten wären entsprechend mit Schutzmasken zum Einsatzort gekommen.

Der zweite Schwarzfahrer zeigte keine Symptome. Die übrigen Reisenden hatten keinen Kontakt zu den beiden Männern und auch das Zugpersonal hielt sich an den notwendigen Sicherheitsabstand, teilte die Bundespolizei mit.