Magdeburg l Im Streit um ein Abfahrtsverbot bei Staus während der geplanten Sanierungsarbeiten auf der Autobahn 2 soll es im Februar 2020 einen Umleitungsgipfel geben. Darauf hat sich der Petitionsausschuss des Landtages am Donnerstag, 23. Januar 2020, verständigt. Hintergrund ist die Forderung von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) nach einem Abfahrtsverbot für die Lkw und Durchgangsverkehr. Er befürchtet eine „Katastrophe“, wenn bei Staus sich der Autobahnverkehr über die Bundesstraße 1 durch Magdeburg zwängen muss.

Solch ein Verbot lehnt Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) ab. Er sieht keine rechtliche Grundlage dafür. Gegen diese Ablehnung ist eine Petition eingereicht worden. Ihr Ziel: Verhinderung einer erheblichen Überbelastung des Verkehrs auf dem B1-Abschnitt in der Magdeburger Innenstadt durch die Abfahrsperre für Lkw und Durchreisende.

Sanierung soll im Juni 2020 beginnen

Der Petitionsausschuss hat dazu nun getagt und sich auch mit der Stellungnahme des Verkehrsministeriums beschäftigt. „Die Stellungnahme des Verkehrsministeriums ist relativ kurz. Darum hat der Ausschuss beschlossen, auf einer der nächsten Sitzungen im Februar das Thema erneut zu beraten. Anhand von Plänen soll konkret erörtert werden, welche Arbeiten geplant sind und wie die Umleitung erfolgen soll“, sagte Christina Buchheim (Die Linke), Vorsitzende des Petitionsausschusses, nach der Sitzung.

Zu dem Umleitungsgipfel sollen dann ein Vertreter des Verkehrsministeriums sowie ein Vertreter der Landeshauptstadt eingeladen werden, um ihre Argumente vorzubringen. „Es sollen alle an einen Tisch. Vielleicht findet sich ja doch noch eine Lösung“, so Christina Buchheim.

Von Juni bis November 2020 soll die A2 bei Magdeburg saniert werden. Die Fahrtrichtung Hannover bekommt eine neue Fahrbahndecke. Außerdem sind Arbeiten an der Elbebrücke Hohenwarthe geplant. Die Baustelle wird zwölf Kilometer lang sein und bis zum Autobahnkreuz Magdeburg reichen. Im April und Mai soll die Baustelle eingerichtet werden. Während der gesamten Bauarbeiten bleibt die Anschlussstelle Magdeburg Kannenstieg (Richtung Hannover) gesperrt. Im Juli oder August soll zudem die Anschlussstelle Zentrum für vier Wochen gesperrt werden.

Mögliche Umleitungen bei Staus soll es nördlich von Magdeburg durch die Börde sowie über die Bundesstraße 1 geben. Neben der Februarsitzung des Petitionsausschusses ist zudem ein Treffen von Verkehrsministerium, Landeshauptstadt sowie die betroffenen Landkreis Börde und Jerichower Land geplant.