Magdeburg l Bei aller Mühe, die sich die Gärtner in den Gruson-Gewächshäusern in Magdeburg geben – der Zahn der Zeit hat an einigen Schauhäusern genagt. Nun keimt die Freude auf Besserung. Denn für den Neubau von drei Gewächshäusern hat die Landeshauptstadt eine lange erwartete Fördermittelzusage bekommen. 2,6 Millionen Euro sind der Dünger, damit das Kakteen- und das Farnhaus sowie der Wintergarten komplett neu in die Höhe sprießen können. Außerdem wird eine Regenwasserzisterne unter der Grünfläche vor dem Kakteenhaus gebaut.

Die neuen Häuser werden denselben Grundriss wie die Vorgängerbauten haben, aber etwa zwei Meter höher sein. Die Wegeführung und die Landschaftsgestaltung im Kakteenhaus und im Wintergarten werden völlig neu geordnet und beide Häuser durch eine Glaswand optisch verbunden. Der bisherige Wintergarten wird eine neue Bestimmung erhalten und vor allem sukkulente Pflanzen aus den tropischen Trockengebieten – Madagaskar, Brasilien, Mittelamerika und Ostafrika – beherbergen.

Elf Monate Bauzeit

„Im Inneren wird alles neu bepflanzt und präsentiert“, sagt Ludwig Martins, Leiter der Gruson-Gewächshäuser. Erste Vorbereitungen zur Sicherung der Pflanzen haben bereits begonnen. Die derzeitigen Planungen gehen von einem Baustart im April 2020 aus. Etwa elf Monate Bauzeit sind veranschlagt, wie Rathaussprecher Michael Reif sagt.

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Bis einschließlich Ostermontag sind die Gewächshäuser noch ohne Einschränkungen für Besucher geöffnet. Voraussichtlich ab dem 14. April sind die Häuser dann für den regulären Publikumsverkehr geschlossen, da die Kasse und das Palmenhaus während der Bauarbeiten keine Verbindung zu den übrigen Häusern haben.

Sonderführungen während der Bauzeit

Die Botanikschule ist von der Schließung nicht betroffen. Außerdem ist geplant, während der Bauphase öffentliche Sonderführungen und Veranstaltungen in den nicht betroffenen Bereichen durchzuführen.

Die Schließzeit soll auch dazu genutzt werden, die Präsentation der Pflanzen in den übrigen Häusern teilweise neu auszurichten.