Asiatischer Laubholzbockkäfer

Schädling: 100 Käfer-Fallen in Quarantänezone in Magdeburg installiert

Um den Flug des Asiatischen Laubholzbockkäfer in Magdeburg weiter zu überwachen, sind gut 100 Lockfallen im gesamten Quarantänegebiet installiert worden.

Von Konstantin Kraft
Ein LLG-Mitarbeiter installiert eine Lockfalle in Magdeburg.
Ein LLG-Mitarbeiter installiert eine Lockfalle in Magdeburg. Foto: LLG

Magdeburg - Zur Überwachung des Fluges des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) sind in den vergangenen Tagen rund 100 Lockstofffallen im Quarantänegebiet der Stadt Magdeburg installiert worden. Mitarbeiter der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) hängten diese unter anderem entlang des August-Bebel-Dammes auf. „Die Käfer versuchen an der Falle zu landen, rutschen jedoch an den glatten Fallenwänden in das mit Kochsalzlösung befüllte Gefäß an der Fallenunterseite“, heißt es erklärend in einer aktuellen Mitteilung des LLG.

Wöchentlich werden die Fallen geleert. Sofern sich darin ein Käfer auffinden sollte, wäre das ein Hinweis dafür, um verstärkt nach bislang unentdeckten Brutbäumen zu suchen. „Ein Fallenfang allein löst nicht gleich eine Fällmaßnahme um eine beflogene Lockstofffalle aus“, sagt LLG-Mitarbeiter Christian Wolff.

Keine Gefahr für Mensch und Tier

Sofern während der aktuellen Flugzeit bis Ende Oktober keine Käfer entdeckt würden, steige die Wahrscheinlichkeit, dass keine weiteren Käfer geschlüpft sind. Bürger und Gäste der Stadt Magdeburg werden gebeten, die Fallen nicht zu beschädigen oder zu entwenden. Die Überwachungsmaßnahme sei notwendig dafür, „dass der ALB im Quarantänegebiet bald ausgerottet werden kann und damit keine Gefahr mehr für den wertvollen Baumbestand der Landeshauptstadt darstellt“. Die Lockfallen seien nicht gesundheitsschädlich und stellen auch keine Gefahr für die heimische Tier- und Pflanzenwelt dar.