Magdeburg l Es ist die unübersichtlichste Stelle am Weg zwischen Hauptbahnhof und Adelheidring in Magdeburg: Dort, wo er in Richtung Ringbrücke abknickt, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil sich Radfahrer und Fußgänger gegenseitig in die Quere kommen.

Um das zukünftig zu verhindern, hat die Stadtverwaltung Magdeburg genau in die enge Kurve einen Verkehrsspiegel gestellt. Er soll allen Nutzern des Weges rechtzeitig zeigen, ob ihnen jemand um die Ecke entgegenkommt.

Radfahrer sollen sich schneller sehen

Stadtsprecher Michael Reif erklärt dazu auf Volksstimme-Anfrage: „Der sogenannte Trixi-Spiegel wurde montiert, damit sich entgegenkommende Verkehrsteilnehmer besser erkennen können. Dies betrifft insbesondere entgegenkommende Radfahrer.“

Ziel sei es, gefährliche Situationen zu vermeiden. „Fußgänger und Radfahrer werden um Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme gebeten“, sagt Reif.

Einziger Weg in die Innnenstadt Magdeburgs

Der Weg ist seit der dauerhaften Sperrung der Tunnelbaustelle die einzige direkte Verbindung zwischen Stadtfeld und der Innenstadt für Fußgänger und Radfahrer. Die Zahl der täglichen Nutzer hat sich stark erhöht. Der Gehweg, auf dem das Radfahren nur per Zusatzschild freigegeben ist, ist entsprechend stark frequentiert. Nur wie man sich verhalten soll, ist nicht jedem klar, u. a. weil ein Teil des Weges bereits verschiedenfarbig gepflastert wurde und so den Eindruck eines getrennten Geh- und Radwegs erweckt.

Erst Ende August 2017 hatte die Verwaltung neue Bodenmarkierungen auf dem Weg aufgebracht, um den Nutzern die geltende Regelung näherzubringen. Die Piktogramme stiften mitunter aber mehr Verwirrung, als dass sie helfen.

Schutz vor dem toten Winkel

Der Trixi-Spiegel wurde eigentlich erfunden, um Radfahrer an der Ampel vor dem toten Winkel zu schützen. Entsprechend sind sie dort hauptsächlich zu finden. An über 20 gefährlichen Kreuzungen in Magdeburg wurde er bereits angebracht.

Im Jahr 2014 wurden durch eine vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) initiierte Spendenaktion über 8000 Euro durch die Magdeburger Service-Clubs gesammelt, um noch mehr der jeweils 220 Euro teuren Spiegel anzuschaffen.