Magdeburg l Im Freien auf der Bank sitzen, kostenlos im Internet surfen dank des eingebauten WLAN-Routers und nebenher den Akku des Smartphones mit Hilfe von Solarzellen aufladen – das soll auf den drei neuen „Smartbenches“ (deutsch: intelligente Bank) möglich sein, die bereits im Frühjahr 2018 in der Innenstadt von Magdeburg aufgestellt werden könnten. Im August 2017 hatte die Stadtratsfraktion CDU/FDP/BfM den Aufbau solcher Bänke angeregt.

Nur wenige Wochen später konnte der Wirtschaftsbeigeordnete Rainer Nitsche jetzt die positive Nachricht verkünden: Von der Magdeburg-City-Com GmbH (MDCC) hat das Wirtschaftsdezernat die Zusage erhalten, dass die Kosten für die Anschaffung und das Aufstellen von drei Bänken übernommen werden würden.

Stadt Magdeburg zahlt bei Vandalismus

„Die technischen Funktionen der Bänke wird die MDCC einrichten und pflegen“, erklärte Rainer Nitsche in einer aktuellen Antwort der Stadtverwaltung Magdeburg auf den Antrag der Stadträte. Allerdings: Für Schäden durch Vandalismus und Diebstahl müsste die Stadt Magdeburg die entsprechenden Folgekosten tragen.

Was den Standort der neuen Bänke betrifft, schließt die Stadtverwaltung sowohl den Domplatz als auch den Alten Markt vorerst aus. „Das Design der Bank und ihre Eingliederung in die gewünschte Umgebung dürfen bei der Standortwahl nicht unberücksichtigt bleiben und müssen im Zusammenhang betrachtet werden“, heißt es nach einer Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt.

Keine Smartbench auf dem Domplatz

Für den Domplatz gibt es ein Gestaltungskonzept, welches unter anderen die Stadtmöblierung regelt. Rainer Nitsche: „Die untere Denkmalschutzbehörde meldet Bedenken hinsichtlich der Aufstellung an. Dies gilt auch für den Alten Markt.“ Die vom Oberbürgermeister eingesetzten Arbeitsgruppen sollen jetzt die beiden Standorte noch mal untersuchen.

Aus heutiger Sicht könnten laut dem Wirtschaftsbeigeordneten folgende Standorte ohne Probleme umgesetzt werden: Eine „Smartbench“ könnte an der Universität zwischen Kantine und Universitätsbibliothek aufgestellt werden, für eine zweite Bank würde sich der Bereich vor dem Konservatorium und der Stadtbibliothek auf dem Breiten Weg eignen und eine dritte Bank könnte am Wissenschaftshafen ihren Platz finden.

Stadtrat Magdeburg entscheidet

In Deutschland wurde die erste Smartbench im März 2017 im niedersächsischen Wunstorf aufgestellt. Eine Bank kostet rund 5000 Euro. Ob Magdeburg solche neuen Sitzbänke bekommen soll, darüber wird in den kommenden Wochen in den Ausschüssen diskutiert. Im Dezember 2017 treffen dann voraussichtlich die Stadträte die Entscheidung, ob die Bänke im nächsten Frühjahr aufgestellt werden oder aber nicht.