Magdeburg l Es wird Ernst beim Spaßlauf – Organisator Mathias Luther hat derzeit alle Hände voll zu tun, um die letzten Vorbereitungen für Magdeburgs ersten Baustellen-Marathon zu treffen. Am Donnerstagabend sind die Medaillen für die 50 Teilnehmer des Spaßlaufes fertig geworden. In der freien Mitmachwerkstatt „Macherburg“ vom Verein „Grünstreifen“ sind die Erinnerungsstücke aus Holz gefertigt worden. André Holstein von der Macherburg hat sich dafür ordentlich ins Zeug gelegt. In „Heimarbeit“ wird Mathias Luther den Medaillen noch den letzten Schliff und das nötige Bändchen verpassen.

Es ist eben alles irgendwie Handarbeit beim Baustellen-Marathon. 2019 hatte Mathias Luther die Idee für die Gaudi. Angesichts der vielen Baustellen in der Stadt dachte er sich: Was Magdeburg verdient, ist ein eigener Baustellenlauf. Die Idee, die er in den sozialen Medien verbreitete, kam sofort gut an. Immer mehr Laufbegeisterte meldeten sich und wollten unbedingt bei dem Spaß mitmachen.

Stadt Magdeburg nimmt Seitenhieb sportlich

Auch die Stadtverwaltung nimmt den kleinen ironischen Seitenhieb sportlich und unterstützt das Projekt. „Die Stadt Magdeburg wird uns freundlicherweise den Infocontainer der Tunnelbaustelle vor dem Hauptbahnhof als Start/Zielbereich zur Verfügung stellen“, sagt Mathias Luther. Und mehr noch: Der Projektleiter der Tunnelbaustelle, der Mutter aller Baustellen in der Stadt, lädt alle Teilnehmer des Baustellen-Marathons zu einer Sonderführung über die Tunnelbaustelle an einem späteren Termin ein.

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Und auch die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB), nicht ganz „unschuldig“ an den vielen Baustellen, zeigen Sinn für Humor und haben angekündigt, den Lauf mit einem eigenen Verpflegungsstand an der Strecke zu unterstützen, sagt Mathias Luther.

Sternförmiger Lauf zu den Baustellen

Für den Baustellen-Marathon wird es keine vorgegebene Streckenführung geben. Der Lauf wird sternförmig stattfinden. Die Teilnehmer laufen die ausgeschriebenen Baustellen nacheinander auf selbständig gewählter Route an und kehren zwischendurch immer wieder zum Start/Zielpunkt zurück. An den Baustellen locht jeder Teilnehmer seine Stempelkarte mit dort deponierten Postenzangen ab. Im Start/Zielbereich wird der Zangenabdruck dann mit einem Zeitstempel quittiert und weiter geht's zur nächsten Baustelle.

Die Strecke, das heißt die abzulaufenden Baustellen, wird erst 72 Stunden vor dem Lauf bekanntgegeben. Die Reihenfolge, in der die Baustellen abzulaufen sind, wird am Starttag im Start/Zielbereich ausgehängt, erklärt Mathias Luther das Prozedere. Den Lauf ordnungsgemäß absolviert hat, wer am Ende für jeden Wendepunkt einen gestempelten Zangenabdruck vorweisen kann. Der Startschuss fällt am Sonntag, 23. Februar 2020, um 8 Uhr. 14 Uhr ist Zielschluss.