Magdeburg l Vom Wasserläufer in Neu-Olvenstedt, über den Otto-von-Guericke-Brunnen in der Altstadt bis hin zum Rathausbrunnen auf dem Alten Markt sprudeln seit dem 17. April 2018 wieder zahlreiche Wasserspiele in Magdeburg. 38.780  Euro Sponsorengeld kamenfür 2018 zusammen, um die Magdeburger Brunnen zu finanzieren. 35 Sponsoren haben sich beteiligt.

Die Rekordsumme des Vorjahres von mehr als 40.000  Euro konnte damit zwar nicht erzielt werden. Dennoch können auf diese Weise 30  der insgesamt 32  Brunnen im gesamten Stadtgebiet in Betrieb genommen werden. Allen Sponsoren dankte Oberbürgermeister Lutz Trümper ausdrücklich: „Sie haben dafür gesorgt, dass in dieser Saison wieder viele Springbrunnen in der Ottostadt sprudeln können und tragen zu einem attraktiven und vor allem lebendigen Stadtbild bei“, sagte das Magdeburger Stadtoberhaupt am Rande des offiziellen Eröffnungstermins auf dem Breiten Weg, wo neben anderen Brunnen auch „Die Badende“ für Abkühlung und Atmosphäre sorgt.

Sponsoren zahlen Strom, Wasser und Abwasser

Die Sponsoren unterstützen Magdeburg mit der Übernahme der Kosten für Strom, Wasser und Abwasser. Alle übrigen Leistungen, wie die Wartung und die Instandhaltung, erbringt der zuständige Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe.

Die Brunnen in der Innenstadt von Magdeburg sind nun tagsüber vorerst von 10 bis 18  Uhr in Betrieb. Die Brunnen in den Stadtteilen werden um 11  Uhr angeschaltet. In den Sommermonaten werden die Laufzeiten den Lichtverhältnissen angepasst, kündigte die Stadtverwaltung Magdeburg weiter an.

Magdeburg sucht weitere Sponsoren

Einige Brunnen werden allerdings nach jetzigem Planungsstand nicht eingeschaltet, weil keine Sponsoren gefunden wurden. Das sind das Wasserspiel Fahnenmonument an der Elbuferpromenade und der Wassertisch auf dem Moritzplatz. Für beide Brunnen werden noch Sponsoren gesucht. Mitsponsoren sucht die Stadt Magdeburg für die Fontäne am Adolf-Mittag-See und den Fischbrunnen an der Elbuferpromenade. Diese Brunnen werden zwar eingeschaltet, allerdings reicht die bisherige Spendensumme nicht, um die Kosten für Strom und Wasser zu decken.

Hintergrund für die Finanzierung der Brunnen mit Hilfe von Sponsorengeld ist eine Entscheidung aus dem Jahr 2007. Die Stadt Magdeburg hatte damals den Sparkurs zugunsten der Haushaltskonsolidierung weiter verschärft. 20  Millionen Euro zusätzlich sollten jährlich eingespart werden, um bis 2015 das Haushaltsloch zu schließen. Auch die Springbrunnen wurden als Einsparmaßnahme gesehen. Sie sollten ausgeschaltet bleiben.

Magdeburger Firmen geben Geld

Nach öffentlicher Diskussion zeigten Magdeburger Firmen Herz und Geld für die Springbrunnen und sponserten diese. Inzwischen ist daraus eine kleine Tradition geworden, mit der bürgerschaftliches oder unternehmerisches Engagement gezeigt wird, obwohl sich die Stadt nicht mehr in der Haushaltskonsolidierung befindet. Dazu erklärte Lutz Trümper auf Nachfrage, dass innerhalb der Verwaltung bereits diskutiert worden sei, ob künftig auf diese Weise verfahren werde.

Er gab allerdings auch zu bedenken, dass das Sponsoring der Brunnen nicht nur finanzielle Aspekte beinhalte. Brunnen zu finanzieren, sei auch eine schöne Möglichkeit für Unternehmen zu zeigen, dass sie sich für ihre Stadt einbringen und sie unterstützen. Nicht zuletzt könne damit auch ein positives Image erzielt werden, wenn man sagen könne: Das ist mein Brunnen, ich finanziere ihn.

Brunnen bei Domplatz-Open-Air aus

Einschränkungen wird es wie in den vergangenen Jahren beim Wasserspiel auf dem Domplatz geben. Für die Zeit des Domplatz-Open-Airs des Theaters Magdeburg wird der Brunnen abgestellt, weil dort die Bühne für das jährliche Sommer-Event steht. In diesem Jahr ist das Musical „Jesus Christ Superstar“ zu erleben.