Magdeburg l Wie soll künftig die Pappelallee in der Beimssiedlung aussehen? Antworten auf diese Frage haben Mitarbeiter der Stadtverwaltungim Rahmen einer von der GWA Stadtfeld-West/Diesdorf organisierten Bürgerversammlung gegeben und auch detailreich die Bauabläufe erläutert.

Bereits vor einem Jahr waren Varianten vorgestellt worden, wie der Weg wasser- oder asphaltgebunden erneuert werden kann, wenn die Städtischen Werke Magdeburg ihre neue Fernwärmeleitung durch die Siedlung verlegen. Die Stadtverwaltung hat sich nach einem Erfahrungsaustausch mit anderen Städten für eine wassergebundene Variante aus Mowelit entschieden. Das ist ein Gemisch aus natürlichem Hartgestein, das durch Aufwalzen dicht miteinander verzahnt wird. Eine Materialmischung mit drainierenden Mineralien verhindert gegenüber konventionellen Kies-Sand-Gemischen die Bildung von Staub, Matsch und Pfützen. Andere Städte hätten berichtet, dass angrenzende Bäume keine Probleme mit diesem Material haben würden.

Doch ehe es zur Sanierung des Weges kommen kann, werden die Pappeln entlang des Promenadenweges gefällt. Bei den Ursachen für diese Entscheidung spielen mehrere Faktoren zusammen. „Die Bäume sind nicht in dem Zustand, in dem sie sein sollten“, erklärte Baubeigeordneter Dieter Scheidemann. Der Weg müsse saniert und die Fernwärme- trasse gebaut werden. Deshalb war entschieden worden, die Bäume zu fällen. In diesem Zusammenhang sollen auch drei Standorte der jetzigen Pappeln genau untersucht werden, um herauszufinden, wieso die Bäume sich in einem so schlechten Zustand befinden.

Verdichtung als Indiz für Pappelzustand

Ein Indiz lieferte die Mitarbeiterin einer benachbarten Kindertagesstätte, die berichtete, dass bei Starkregen schon häufig Wasser wie in einem Bach in den Keller der Kindertagesstätte gelaufen sei – und das, obwohl sich angrenzend wenige versiegelte Flächen befinden. Die Schlussfolgerung, die während der Bürgerversammlung gezogen wurde, lautete, dass es wahrscheinlich im Untergrund starke Bodenverdichtungen gibt. Diese wiederum könnten auch ein Grund dafür sein, dass die Pappeln entlang des Weges nicht in dem Zustand sind, in dem sie sich in ihrem Alter befinden sollten.

Die Bauarbeiten sollen bis Ende nächsten Jahres realisiert werden. Wie ein Mitarbeiter der Städtischen Werke Magdeburg erklärte, hätten sich die Bauarbeiten aufgrund des Bauhaus-Jubiläums bislang auf die Hinterhöfe beschränkt. Die Beimssiedlung gilt als Flächendenkmal und ist während der Bauhauszeit entstanden. Bis Ende Februar sollen die Pappeln gefällt werden, kündigte er an. „Und wir gehen davon aus, dass wir bis Ende September, Anfang Oktober durch sein werden“, sagt er weiter.

Die neuen Pappeln sollen nach Möglichkeit im Herbst gepflanzt werden, weil zu dieser Jahreszeit gepflanzte Bäume sich oft besser entwickeln würden.

Sperrungen in der Beimssiedlung notwendig

Gleichzeitig wurde während der Versammlung noch bekanntgegeben, dass Sperrungen in der Walbecker, Flechtinger und Beimsstraße zu erwarten sind, wenn die Rohre durch diese Straßen verlegt werden. Allerdings werden die Rohre die Straßen nur queren, so dass ein Komplett-Aufriss dieser Straßen nicht notwendig ist, sondern die Fahrbahndecke nur punktuell geöffnet werden muss. Die Sperrungen sollen zudem nicht zeitgleich stattfinden.