Magdeburg l Bei knappem Abstimmungsergebnis (26 zu 23, 2 Enthaltungen) hat die SPD im Magdeburger Stadtrat die Teilasphaltierung der Büchnerstraße und die Ausweisung von Potsdamer und Babelsberger Straße als Fahrradstraßen durchgesetzt. Dem ging eine heftige Debatte voraus.

Ziel der SPD sei „der Erhalt des Status quo“ (Fraktionschef Jens Rösler) nach dem Bau der geplanten Hochwasserschutzmauer auf dem Elbdamm an der Büchnerstraße. „Der ist sehr stark von Fußgängern und Fahrradfahrern frequentiert“, so Rösler. Nach dem Mauerbau blieben aber nur zwei Meter Platz – zu wenig, sagt Rösler und fordert einen Radweg unterhalb des Deichs; Asphalt auf der Büchnerstraße. Weil der SPD-Antrag zugleich unter dem Motto „Elberadweg erhalten“ stand, fragte Roland Zander (Gartenpartei) nicht ganz zu Unrecht, ob ein Radweg unterm Damm dem gerecht werde. Der Elbblick ist futsch. Aus Zanders Sicht muss der Weg auf dem Damm bleiben. Jürgen Canehl (Grüne) rät den Cracauern dagegen von Stadtfeld zu lernen: „Ist ja logisch, dass in Cracau wenig Radfahrer sind, wenn man sich dieses Pflaster anguckt.“

Auf großen Widerstand stieß die Ausweisung der Radstraßen. Manuel Rupsch (CDU) verwies darauf, dass die Anwohner selbst dies ablehnten. Sein Fraktionskollege Frank Schuster verwies auf die SPD-Forderung zum Bau einer Entlastungsstraße für Cracau. „Das passt mit den Fahrradstraßen nicht zusammen.“

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Am Ende versammelten sich mit SPD, Grüne/future! und vielen Linken knapp mehr Befürworter als Gegner hinter den neuen Cracauer Radwegen.