Magdeburg l Nachdem das Borussia-Denkmal im Herrenkrugpark in Magdeburg durch Sturm „Xavier“ massiv beschädigt wurde, hat der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (SFM) das Denkmal sowie die Betonfundamente der Pergola durch eine Fachfirma einlagern lassen.

Der Platz der einstigen Statue wird für mehrere Monate verwaist bleiben. „Das Denkmal stand bisher in einem Bereich der Parkanlage, welcher in nächster Zeit vom Deichbau zum Hochwasserschutz tangiert wird. Aus diesem Grund soll die Borussia erst nach Abschluss der Arbeiten, voraussichtlich 2019, wieder an ihren angestammten Platz gelangen“, erklärt Rathaussprecherin Kerstin Kinszorra auf Volksstimme-Nachfrage. Seitens des SFM sind in der Zwischenzeit die Einzelheiten zur Sanierung des Denkmals zu klären. „Über den weiteren Fortgang wird zu gegebener Zeit informiert“, so Kerstin Kinszorra.

Erinnerung an Befreiung Magdeburgs

Der Denkmalsockel spiegelt ein Stück Magdeburger Stadtgeschichte wider. In Erinnerung an die Befreiung Magdeburgs von französischer Fremdherrschaft wurde 1864 das Borussia-Denkmal gestiftet und 1866 aufgestellt. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Statue Opfer von Schießübungen. Der Sockel mit der Inschrift zum Gedenken an die Befreiung blieb erhalten.

Der Verein Lebensraum am Fluss e. V./Vitopia eG machte sich vor drei Jahren stark für eine Neugestaltung des Ensembles. Der militärische Hintergrund sollte nicht mehr in Erscheinung treten, sondern der Versöhnungsgedanke und die deutsch-französische Freundschaft.

Die Ergebnisse wurden bei der Stadtverwaltung Magdeburg eingereicht. Seitdem liegt die Neugestaltung des Borussia-Denkmals im Herrenkrugpark auf Eis.