Magdeburg l Seit dem Sommer 2019 wird die Grusonsche Werkshalle an der Dodendorfer Straße in Magdeburg in städtischer Trägerschaft geführt, Dr. Hajo Neumann löste Gerhard Unger als Leiter des Hauses ab. Dabei soll die Erfolgsgeschichte der Magdeburger Jazznacht fortgeführt werden, wie sich Organisator Wolfgang Rauls freut. „Wir hatten von Anfang an gute Gespräche und frühzeitig eine Zusage, so dass wir mit den Planungen beginnen konnten.“

Die Jazznacht war einst im Hundertwasserhaus aus der Taufe gehoben worden. Die Resonanz auf den Musikabend mit seinem großen Unterhaltungswert stieg derart rasant, dass schon bald ein größerer Veranstaltungsort gefunden werden musste, um der Nachfrage gerecht zu werden. Und das Technikmuseum als Heimat der Jazznacht schlägt durchaus eine Brücke nach New Orleans. In der Musikhochburg werden historische Hallen für Konzerte genutzt. In der Magdeburger Variante spielen die Musiker stets inmitten der Zeitzeugen der Magdeburger Industriekultur wie tonnenschwere Dampfmaschinen.

Dies wird auch am 19. Juli 2020 der Fall sein, wenn Wolfgang Rauls und Mitorganisator Uwe Nuß von der Agentur B die Jazznacht eröffnen. Rauls gilt als Kenner der Jazzszene, ist Stammgast bei Festivals wie jenem in Dresden. Fünf Künstler und Gruppen sind im Juli im Technikmuseum zu erleben. Den weitesten Anreiseweg haben die Musiker von Mama Shakers aus Paris, die Rauls als „junge Wilde der Jazzmusik“ beschreibt.

Ein Wiedersehen gibt es mit Thomas Stelzer und der Blue Wonder Jazzband aus Dresden, die bereits bei der Jazznacht vorstellig wurden „und beim Publikum sehr gut ankamen“. Das Konzept mit Vor- und Hauptprogramm sowie Aftershow und wechselnden Besetzungen auf zwei Bühnen wird beibehalten.

Beim Kartenkauf ist durchaus Eile geboten, die Jazznacht ist stets ausverkauft. Die Eintrittskarten sind nun exklusiv bei der Volksstimme über biberticket zum Beispiel im Servicecenter an der Goldschmiedebrücke in Magdeburg erhältlich.