Magdeburg l Bereits am 13. November 2017 hatte die Volksstimme über das Aufrüsten auf den Weihnachtsmärkten in der Region und entsprechenden Betonsperren berichtet. Nun ist klar, wie diese Sicherheitsmaßnahmen in Magdeburg konkret aussehen.

In Magdeburg sperren 160 x 80 x 80 Zentimeter große Betonblöcke die offenen Stellen rund um den Alten Markt ab. Wo genau und in welcher Bauweise die tonnenschweren Quader aufgestellt werden, wird nicht verraten. Es dürfte sich jedoch um die Eingangsbereiche und den historischen Weihnachtsmarkt handeln. Schließlich sind diese Areale nicht durch andere Bauten gegen Fahrzeuge geschützt.

Keine konkrete Gefahr in Magdeburg

Ordnungsbeigeordneter Holger Platz: „Es gibt und gab für den Weihnachtsmarkt keine konkrete Gefahrenlage. Trotzdem reagiert die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Weihnachtsmarkt GmbH auf die Anschläge mit Fahrzeugen unter anderem in Berlin, Stockholm, Barcelona und New York.“

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Bereits vor einem Jahr hatte es am Weihnachtsmarkt Betonsperren gegeben. Allerdings hatten sie provisorischen Charakter, weil nach dem Anschlag in Berlin nicht so schnell passende Elemente besorgt werden konnten.

Mit Beton Attacken in Magdeburg erschweren

Das ist nun anders. Die Betonblöcke in Grün und Rot lagern noch auf einem Gelände der Firma Rasch am Klosterkamp und werden ab dem 22. November aufgestellt. Paul-Gerhard Stieger, Geschäftsführer der Weihnachtsmarkt GmbH: „Das Ziel der vorgestellten Maßnahmen ist, Attacken auf Gäste des Weihnachtsmarktes zu erschweren. Gefahrenstellen sollen, soweit möglich, beseitigt werden.“

Ein umfänglicher Schutz sei jedoch nicht möglich. Daher werde das Sicherheitskonzept laufend angepasst. Inwieweit die Betonelemente sichtbar sind und auf die weihnachtliche Stimmung der Besucher drücken, muss abgewartet werden.

Beton sorgt teils für Behinderungen

Behinderungen wegen der Sperren wird es wohl für Radfahrer und Fußgänger in einigen Bereichen geben, wurde angekündigt.

Positiv hingegen: Der Markt hat einen Weihnachtsbaum gefunden. Am 13. November 2017 war das Prachtexemplar in der Saefkowstraße von einer Spezialfirma gefällt, auf einem Tieflader verpackt und mit einer Polizei-Eskorte über die Autobahnen A 14, A 2 über Rothensee zum Alten Markt gebracht worden. Rund 23 Meter misst der Baum und stammt aus dem Garten von Reinhard Jakuszeit.

Baum für Weihnachtsmarkt gefunden

1968 war dieser Baum gepflanzt worden und erfreute mit seinem tollen Wuchs auch die Nachbarn des Eigentümers. Allerdings: Er nahm auch viel Licht und war schon seit einigen Jahren als Weihnachtstanne für den Markt vorgesehen. Wegen seines komplizierten Standortes auf dem Grundstück konnte der Baum erst dieses Jahr mit Hilfe von Spezialtechnik gefällt werden.

Der Markt öffnet am 27. November um 17 Uhr.