Magdeburg l Gegen Mitternacht ging die Meldung bei den Städtischen Werken Magdeburg (SWM) ein, dass es in der Goethestraße einen massiven Wasseraustritt gibt. Mitarbeiter des Notdienstes eilten zum Ort des Geschehens an der Einmündung Friesenstraße.

Vor Ort wurde dann festgestellt, dass eine Trinkwasserleitung beschädigt war. Gegen 3 Uhr musste deshalb die Trinkwasserversorgung im nördlichen Abschnitt der Goethestraße zwischen Wilhelm-Raabe-Straße und Friesenstraße komplett eingestellt werden.

30 Haushalte ohne Wasser

Circa 30 Haushalte waren von dem Versorgungsstopp betroffen, wie SWM-Sprecherin Cornelia Kolberg auf Volksstimme-Nachfrage erklärte. Für diese Anwohner wurde vor Ort übergangsweise eine Zapfstelle für die Entnahme von Trinkwasser vor Ort eingerichtet.

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Die Reparatur der havarierten Graugussleitung wurde sofort eingeleitet, so dass am Dienstagvormittag die Versorgung wieder problemlos möglich war.

Da durch die ausgetretenen Wassermassen die Fahrbahn der Goethestraße in einem gut 100 Quadratmeter großen Bereich stark unterspült wurde, sind weitere Arbeiten notwendig. Deshalb bleibt die Straße in Fahrtrichtung Westen vorerst voll gesperrt. Wie lange, ist noch unklar.

„Circa fünf bis sechs Tage wird die Sanierung der Fahrbahn dauern“, kündigte die SWM-Sprecherin gestern an. Die Havarie war durch einen Schalenbruch der Leitung verursacht worden, der wohl auf Verschleiß zurückzuführen sei, wie sie weiter erklärte.

Nur wenige Meter weiter westlich hatte es bereits im Juli 2014 – während des mittlerweile legendären WM-Siegs von Deutschland gegen Brasilien – einen Rohrbruch an einer Trinkwasserleitung gegeben. Damals waren die Folgen aber weitaus schwerwiegender, weil es sich um eine der Hauptleitungen gehandelt hatte.

In der ganzen Stadt kam es daraufhin zu Druckabfällen und weiteren Rohrbrüchen. Die Keller angrenzender Gebäude und eine Tiefgarage wurden geflutet, Strom und Wasser fielen aus.