Magdeburg l Wie viele LED es genau sind, weiß Schausteller Hendrik Boos zwar nicht, aber mehrere 10.000 dieser Lichtpunkte sollen das 55 Meter hohe Riesenrad im Stadtpark von Magdeburg zum Leuchten bringen. Am Donnerstagabend war Lichtprobe.

Gut zwei Wochen hat der Aufbau des Riesenrads gedauert. Es soll von beiden Seiten leuchten, was eher selten bei solchen Fahrgeschäften ist, berichtet Inhaber Boos. Die Technik dafür sei sehr aufwändig. Dafür könnten jedoch auch individuelle Motive gezeigt werden.

Unklar, wann Riesenrad öffnet

Ob und ab wann sich das Riesenrad offiziell drehen wird und seinen Fahrgästen einen imposanten Ausblick über Magdeburg gewährt, ist noch unklar. Derzeit darf das Fahrgeschäft wegen der Corona-Krise nicht betrieben werden. Die Gebrüder Boos arbeiten weiter an einem Betriebskonzept. Das gelte vor allem für die Abstandsregeln.

Hendrik Boos geht davon aus, dass diese am Riesenrad eingehalten werden können. Es stehen 42 Gondeln zur Verfügung, in denen entweder nur zwei Personen sitzen können oder eben Familien, die in einem Haushalt leben. Auch vor der Kasse stehe genug Platz zur Verfügung, um den notwendigen Abstand einhalten zu können. Das Konzept soll in den nächsten Tagen mit dem städtischen Gesundheitsamt abgestimmt werden.

Eigentlich sollte das größte Fahrgeschäft der Gebrüder Boos gar nicht in Magdeburg stehen, sondern derzeit in Berlin. Doch wegen der Corona-Krise sind bundesweit alle Großveranstaltuneg abgesagt. Kurzerhand mietete Boos bei der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg den ehemaligen Schotterparkplatz im Stadtpark. Hier baute er das Riesenrad auf eigenes Risiko und als Einzelattraktion auf. Maximale Standdauer: bis Ende August 2020.