Magdeburg l Wann rollen die Straßenbahnen wieder ohne Umleitung zwischen Damaschkeplatz und Innenstadt von Magdeburg? Die Aussage der Stadtverwaltung gilt: Ende 2019 oder Anfang 2020 soll die Strecke für die Magdeburger Verkehrsbetriebe wieder freigegeben werden. Und an diesem Ziel wird sichtbar gearbeitet.

Bereits im Mai 2019 sind Schienen unter den neuen Eisenbahnbrücken verlegt worden, Asphalt zwischen den Schienen aufgetragen und die Installation der Oberleitungen vorbereitet worden. Anfang Juni 2019 arbeiten sich die Mitarbeiter der Baufirmen weiter voran in Richtung Damaschkeplatz: Hier wurde eine Gleistragplatte betoniert, und auch die Gleise wurden in diesem Bereich bereits montiert.

Auch an Olvenstedter wird gebaut

Auf der anderen Seite des Damaschkeplatzes bauen die Magdeburger Verkehrsbetriebe weiterhin an ihrem Gleisviereck. Verbunden werden sollen an diesem neben den bestehenden Strecken in Richtung Olvenstedter Platz sowie in Richtung Diesdorf die Neubautrassen: zum einen die über den Damaschkeplatz in Richtung Innenstadt, zum anderen die in Richtung Norden ins Neustädter Feld und in den Kannenstieg.

Zunächst soll die Straßenbahn entlang der Tunnelbaustelle über den Willy-Brandt-Platz und durch die Hasselbachstraße zur Otto-von-Guericke-Straße fahren. Die direkte Verbindung auf der Ernst-Reuter-Allee wird zum Jahresende noch nicht fertig sein, wurde im Bauausschuss des Magdeburger Stadtrats bestätigt.

Zweite Schicht wird jetzt ausgehoben

In der künftigen Tunnelröhre laufen derweil die Arbeiten am Aushub auf der Seite des Damaschkeplatzes. Zunächst haben sich die Bauarbeiter in Richtung Kölner Platz vorgearbeitet. Ausgehoben wurde dabei aber noch nicht auf kompletter Höhe, da ansonsten zu viel loses Erdreich nachgerutscht wäre.

Nachdem aber eine provisorische Trennwand im Bereich des Kölner Platzes errichtet wurde, wird inzwischen der Rest ausgehoben. Bis in eine Tiefe von sieben Metern unter der in den vergangenen Monaten gebauten Tunneldecke muss das Erdreich zwischen den Seitenwänden ausgehoben werden. Der Platz wird benötigt, um im Anschluss die Tunnel­sohle und den Bodenbelag bauen zu können sowie um die technische Einrichtung wie beispielsweise die Beleuchtung unterbringen zu können.

Arbeiter arbeiten in Richtung Ausgang

Beim Aushub wird im „rückwärtigen Schritt“ gearbeitet. Das bedeutet, dass die Arbeiter vom Tunnelinneren beginnend sich zum Ausgang rückwärts vorarbeiten. An der stadteinwärtigen Ein- und Ausfahrt des Tunnels soll der Aushub in diesem Sommer beginnen.

Betoniert wurde dieser Tage auch an Stützwänden. Außerdem verlegen die Arbeiter Kabel. Diese Arbeiten schreiten in Richtung Willy-Brandt-Platz voran. Unter dem späteren Gleisdreieck selbst wurden bereits im vergangenen Jahr die Leerrohre für die Leitungen verlegt, von denen es zur Ver- und Entsorgung, aber auch für die Telekommunikation eine Vielzahl im Bereich der Eisenbahnbrücken gibt.

An der Zufahrt zur Tiefgarage ins City Carré sowie an der Tunnelausfahrt auf der Innenstadtseite haben die Arbeiter dieser Tage an Wänden gearbeitet. Zwischen früherer Feuerwache und Eisenbahnbrücken wird der Einbau eines Ankers vorbereitet, mit dem das oberhalb liegende Bahngelände gestützt werden soll.

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