Magdeburg (vs/il) l So möchte das Theater Magdeburg an seine Tradition der erfolgreichen Domplatz-Open-Airs anknüpfen und am 18. Juni die Premiere des Musicals „Hairspray“ feiern. Die neue Theatersaison 2021/22 beginnt dann mit einer Uraufführung im Schauspielhaus. „Anorexia Feelgood-Songs“ heißt das Stück, das den gemeinsam mit dem Staatstheater der Partnerstadt Braunschweig ausgeschriebenen „Preis der jungen Dramatik“ gewonnen hat, teilt die Stadtverwaltung mit.

Das Stück von Fayer Koch wurde aus mehr als 30 eingesendeten Entwürfen ausgewählt. Die Opernspielzeit beginnt im September mit „Falstaff“ von Giuseppe Verdi – inszeniert von Intendantin Karen Stone, die damit ihre Abschiedsspielzeit beginnt, bevor 2022 Julien Chavaz seine Intendanz in Magdeburg beginnt.

Puppentheater

Im Puppentheater hofft das Ensemble, das 2020 abgesagte 13. Internationale Figurentheaterfestival „Blickwechsel“ nachholen zu können. Vom 25. Juni bis 3. Juli wollen 25 Theater- und Einzelkünstler aus mehreren Ländern das weit über Sachsen-Anhalt hinaus bekannte Kulturprojekt mit Leben erfüllen.

Im Herbst widmet sich das Puppentheater den Brüchen und Entwicklungen, die es mit und seit der deutschen Wiedervereinigung bei vielen Menschen gegeben hat. Dabei werden unterschiedliche Plätze in Magdeburg bespielt. Zudem sind die Planungen zur Sanierung des „Alten Kutscherhauses“ beendet. Es soll künftig verschiedene Arbeits- und Werkstatträume sowie eine Probebühne erhalten. Insgesamt investiert die Stadt 1,5 Millionen Euro. Mit der Eröffnung rechnen die Puppentheaterleute Ende 2023, Anfang 2024.

Telemann

In diesem Jahr soll auch die Magdeburger Telemannpflege neu ausgerichtet werden. Der berühmteste Komponist der Stadt soll unter anderem mit einem mehrtägigen Telemann-Sommerfest – mit Konzerten und Telemann-Akademie – und einem Umzug der interaktiven Ausstellung „Hör mal, Telemann!“ in die Innenstadt gewürdigt werden, heißt es von der Stadtverwaltung. Zudem planen die Mitarbeiter im Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung den Podcast „tele-cast“, freuen sich auf den 11. Internationalen Telemann-Wettbewerb und dass die renommierte Publikationsreihe „Georg Philipp Telemann. Musikalische Werke“ bis 2030 weiter erscheinen kann. Möglich macht das laut Stadtverwaltung der neu aufgelegte Fördervertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Landeshauptstadt Magdeburg.

Konservatorium

Das Konservatorium "Georg Philipp Telemann“ wird das Festjahr „250 Jahre Ludwig van Beethoven“ verlängern, da etliche Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. So ist unter anderem das große Abschlusskonzert in der Johanniskirche samt Fachvortrag „Genie und Wahnsinn“ von Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze für den 15. Dezember vorgesehen. Magdeburgs Musiknachwuchs freut sich zudem auf die Musikschultage Sachsen-Anhalts; das Jugendsinfonieorchester plant für das späte Frühjahr eine Konzertreise in die französische Partnerstadt Le Havre und die Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb, kündigt die Stadt an.

Technikmuseum

Im Technikmuseum beginnt in diesem Jahr die Dachsanierung. Zunächst soll der Bereich der Dauerausstellung erneuert werden. Mehr als 800.000 Euro sind dafür vorgesehen. Dank der Förderung durch das Jobcenter Magdeburg, das Land Sachsen-Anhalt und den Europäischen Sozialfonds soll die museumseigene Sammlung an Landmaschinen restauriert werden, damit diese die Attraktivität des Freigeländes erhöht. Zudem wird der Weg der Neukonzeption des Technikmuseums weiter beschritten. Begleitet von einem wissenschaftlichen Beirat wird eine erweiterte Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Museen

Auch in den anderen Museen der Landeshauptstadt wird sich auf die Zeit vorbereitet, in der wieder Besucher empfangen werden können. Das Kulturhistorische Museum verlängert die Sonderausstellung „Magdeburger Gesichter des 19. Jahrhunderts“ bis zum 11. April. Am 16. Mai soll das 25-jährige Bestehen der „Megedeborch“ gefeiert werden. Und am 9. September öffnet die Sonderausstellung „Mit Bibel und Spaten. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden“. Im Museum für Naturkunde wird ab Juli die Sonderschau „Minerale des Lebens – das Geheimnis der Schalen“ zu sehen sein.