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Von Halle Berry und Tom Hanks bis zu leisen Filmen und Dokus bei Lola@Magdeburg

16.04.2013, 20:11

Bevor in der nächsten Woche der Deutsche Filmpreis in Berlin vergeben wird, sind die herausragendsten dafür nominierten Produktionen in Magdeburg zu sehen. Das Festival Lola@Magdeburg bietet ab morgen eine Gesamtschau mit 13 Produktionen in drei Genres: Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilme.

Neue Neustadt l Schon allein die Besetzungslisten der Filme beeindrucken, sie bieten viel Prominenz: von Barbara Sukowa, Axel Milberg, Ulrich Noethen und Michael Degen (in "Hannah Arendt") bis Jürgen Vogel, Meret Becker und Moritz Bleibtreu in "Quellen des Lebens". Tom Schilling und Friederike Kempter gehören zum Team von "Oh Boy", Sabin Tambrea brilliert als junger König "Ludwig II." u. a. mit Edgar Selge als Richard Wagner an seiner Seite. Martina Gedeck gestaltet den Film "Die Wand" und ist damit für die beste weibliche Hauptrolle für den Deutschen Filmpreis nominiert. Mit "Lore" ist ein Film nominiert, in dem eine junge Sachsen-Anhalterin zu erleben ist: Saskia Rosendahl aus Halle.

"Es sind alles Filme, die man einfach gesehen haben muss", freut sich Festivalveranstalter Frank Salender. Im vorigen Jahr habe es vor allem Insiderfilme gegeben, doch jetzt zeige sich der starke deutsche Film mit all seiner Präsenz. Und der brauche sich hinter amerikanischen Produktionen nicht zu verstecken, betont der Filmexperte. "Es sind besucherstarke, interessante, künstlerisch intensive Filme."

Es ist nicht amerikanisches Kino mit deutscher Sprache, wie es etwa ein Til Schweiger mache, so Salender, sondern deutsche Filme, die Zuschauer anziehen. Darunter sowohl bekannte als auch unbekannte Regisseure, deren Filme "bereits richtig gut Kasse gemacht haben". Zum Beispiel "More than Honey", für den es bereits Vorbestellungen von Interessenten aus Salzwedel bis Wernigerode gab, berichtet Salender. Das zeige, wie richtig und bemerkenswert die Auswahl der Produktionen für das Filmfest Lola@Magdeburg ist. In "More than Honey" eröffnet der renommierte Schweizer Regisseur Markus Imhoof dem Zuschauer die Welt zwischen Blüte und Honig. Mit spektakulären Aufnahmen. So ist er nicht nur als bester Dokumentarfilm nominiert, sondern auch für den besten Schnitt.

Für "Vergiss mein nicht" begleitete Regisseur David Sieverking seine an Demenz erkrankte Mutter und gestaltet ein liebevolles, bewegendes Filmporträt. Zu sehen bereits morgen um 17.30 Uhr sowie am Sonnabend. "Der Film wurde bereits von 100 000 Zuschauern gesehen", schwärmt Festivalleiter Frank Salender und bezeichnet diesen Fakt als "guten Ausweis für einen hervorragenden Film".

Nominierte Kinderfilme sind "Das Haus der Krokodile" und "Kaddisch für einen Freund".

Doch natürlich fehlt auch der große amerikanische Film nicht. Am Freitag um 20 Uhr werden Halle Barry und Tom Hanks in Magdeburg zu erleben sein. Sie sind die Darsteller in "Cloud Atlas". Die Produktion von Regisseur Tom Tykwer, Lana und Andy Wachowski ist gleich in mehreren Kategorien nominiert: Bester Spielfilm, Beste Regie, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Maskenbild, Kostümbild, beste Filmmusik und Tongestaltung. Es ist die visionäre Verfilmung des Bestsellers von David Mitchell ("Der Wolkenatlas", 2004).

Als erster Film startet morgen um 15.30 Uhr "Oh Boy"; dafür ist der Eintritt frei. Die große Eröffnungsveranstaltung beginnt um 20 Uhr. Das Grußwort wird gehalten von Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Schirmherr des Filmfestes.

Kartenvorbestellungen für die einzelnen Vorführungen haben Sinn, da es für einige bereits eine große Nachfrage gibt. Der Eintritt kostet 7,50 Euro pro Film (ermäßigt 6,50 Euro), eine Festivalkarte für alle Vorstellungen ist für 17,50 Euro zu haben.

Die Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 26. April im Berliner Friedrichstadtpalast statt und wird ab 22.15 Uhr im ZDF übertragen.

Informationen über Lola@Magdeburg im Internet:

www.studiokino.com