Termin und Kontakt

Der nächste Termin der Wirtschaftsjunioren ist ein Film-und-Diskussions-Abend im Rahmen der Reihe „Wir nannten es Arbeit“. Nächsten Dienstag, 20. Oktober, wird dazu im Moritzhof ab 18 Uhr der Film „Work hard, play hard“ zum Thema „Beruf und Leben“ gezeigt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an anmeldung@wj-magdeburg.de notwendig.

Weitere Informationen auch unter magdeburg.wjd.de und www.facebook.com/WirtschaftsjuniorenMagdeburg im Internet. (ri)

Volksstimme: Die Wirtschaftsjunioren sind jetzt 25. Wie ist der Trend bei den Mitgliederzahlen? Wer darf eigentlich alles mitmachen?

Tino Grosche: Mitglieder der Wirtschaftsjunioren sind Unternehmer und Führungskräfte, die nicht älter als 40 Jahre sind. Es kommen immer wieder neue Mitglieder hinzu. Derzeit sind wir knapp 50 aktive Mitglieder. Viele ehemalige Mitglieder entscheiden sich dann, in unseren Förderverein einzutreten. Hier vernetzen sich die etablierten Unternehmer Magdeburgs. Diese Dynamik nutzen wir um uns ständig weiterzuentwickeln.“

Womit können Neumitglieder begeistert werden?

Unsere Mitglieder sind Menschen, die sich engagieren möchten und das nicht nur in ihren Unternehmen, in denen sie Führungsverantwortung tragen, sondern vor allem auch darüber hinaus. Sie suchen Gleichgesinnte, um sich auszutauschen und sich für unsere Zukunft einzusetzen. Wir verstehen uns darüber hinaus als Anlaufstelle für junge Menschen, die neu nach Magdeburg kommen und hier Führungsaufgaben übernehmen. Hier finden sie ein lebendiges Netzwerk, das sie in der Stadt willkommen heißt.

Viele junge Menschen lassen sich nur schwer dafür begeistern, in Führungspositionen in der Wirtschaft Verantwortung zu übernehmen. Woran liegt‘s?

Wir sehen diesen Trend nicht. Im Gegenteil. Bei uns trifft man auf eine Gruppe von Menschen, die Lust, Freude und die Energie hat, selbst etwas zu gestalten, für sich und für andere Verantwortung zu übernehmen.

Sachsen-Anhalt hinkt hinterher bei Unternehmensgründungen. Woran liegt es?

Gute Frage. Gründergeist steckt doch irgendwie in uns allen. Wir brauchen den Mut und die Konsequenz, eine Idee zu verfolgen und zwar auch dann, wenn die ersten Steine im Weg liegen. Diese Haltung können schon Schüler und Studierende entwickeln. Dabei helfen Vorbilder. Allerdings sind die wenigsten Lehrer selbständige Unternehmer. Die Wirtschaftsjunioren können diese Funktion in Magdeburger Schulen übernehmen, was wir in der Vergangenheit schon getan haben. Wichtig ist die Erkenntnis: Die Wenigsten werden über Nacht erfolgreich. Man braucht schon einen starken Willen, Überzeugungskraft und die Leidenschaft für die eigene Idee. Wenn man dann noch ein Umfeld hat, das einem hilft, wenn es mal an Weggabelungen knifflige Entscheidungen zu treffen gilt, ist man im Vorteil. Die Veranstaltungen der Wirtschaftsjunioren sind dazu übrigens die beste Gelegenheit.

Ein anderes Thema ist der Generationenwechsel in den Unternehmen. Oft läuft der nicht reibungslos, manche Firmen gehen daran zugrunde. Wie muss aus Sicht der Wirtschaftsjunioren ein Generationenwechsel vonstattengehen?

Rechtzeitig und kooperativ muss dieser geschehen. Erfahrende Unternehmer wissen, dass ein Wechsel an der Spitze gut geplant und auch mit Vorlauf organisiert werden muss. Junge Führungskräfte müssen ebenso vorbereitet werden wie die Belegschaft, die sich auf einen anderen Stil einstellen muss. Wichtig finde ich persönlich den Erfahrungsaustausch zwischen Jung und Alt. Oft vergessen ihn die Jungen. Damit uns das bei den Wirtschaftsjunioren nicht passiert, planen wir derzeit Dialogveranstaltungen mit den aktiven Wirtschaftsjunioren und etablierten Fördermitgliedern.

Was erwarten die Wirtschaftsjunioren von der Kommunalpolitik in Magdeburg? Wie machen Magdeburger WJ-Kollegen von auswärts die Stadt als Standort schmackhaft?

Wenn ich in Berlin bin und gefragt werde, woher ich komme, antworte ich immer: aus dem wunderschönen Magdeburg. Magdeburg hat mehrere Vorteile. Die zentrale Lage in Deutschland ist eine davon. Die Nähe zur Universität ist eine andere, allerdings sollten sich Wirtschaft und Forschung besser vernetzen. Was aus meiner Sicht immer wichtiger wird ist die Lebensqualität. Unternehmer bleiben, wenn sie sich wohlfühlen. Daher werden kulturelle Vielfalt, kulinarische Angebote und die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung immer wichtiger.