Forschungsprojekt

Wissenschaftler gehen Elbe auf den Grund

Mit Echolot-Boot und Drohne rücken Wissenschaftler der Hochschule Magdeburg der Elbe zu Leibe. Sie erproben neue Messmethoden.

Von Ivar Lüthe

Magdeburg l Nach Dürrejahren und Niedrigwasser führt die Stromelbe im Moment wieder mehr Wasser. Für Professor Bernd Ettmer vom Institut für Wasserwirtschaft und Ökotechnologie der Hochschule Magdeburg-Stendal und sein Team der perfekte Moment, um die „h2 Turbine“ wieder startklar zu machen. Die „h2 Turbine“ ist das Messboot der Hochschule und unter anderem ausgerüstet mit einem Fächerecholot.
Das Echolot „tastet“ während der Fahrt auf der Strom-elbe den Untergrund ab und schickt die Daten an einen Computer an Bord. Streifen für Streifen steuert Laboringeni-eur Stefan Müller das Messboot zwischen Herrenkrug und Ro-thensee über die Stromelbe. Bernd Ettmer und Lukas Manske, technischer Mitarbeiter, haben derweil die eingehenden Daten im Blick. Vor allem auf die Buhnenfelder in dem Abschnitt haben es die Wissenschaftler abgesehen. Sie werden neu vermessen.
Wie verändern sich die Buhnen? Wird mehr Sand angetragen? Wie verhält sich der Fluss? Was hat das für Auswirkungen? Werden wachsende Buhnen eine Gefahr für die Schifffahrt? Das sind Fragen, an denen die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) sehr interessiert ist. Sie ist Auftraggeberin der wissenschaftlichen Studie, an der Bernd Ettmer und Team arbeiten. Sie erproben neueste Messtechnik und liefern so wichtige Daten zum Sedimentationsverhalten, sprich Zu- oder Abtrag von Sand und Kies.