Magdeburg l Es geht Schlag auf Schlag in der tot geglaubten Sieverstorstraße in Magdeburg: Erst die Sanierung des Rayonhauses und der Neubau eines Mehrfamilienhauses direkt daneben. Dann das geplante 100-Millionen-Euro-Stadtquartier auf dem Gelände der Bördebrauerei. Und nun geht es auf der anderen Straßenseite voran. Der Berliner Immobilienunternehmer Andreas Schrobback hat die Hausnummer 43 erworben und wird sie noch 2018 umfassend instand setzen lassen.

Dabei sah das vor vier Jahren noch ganz anders aus. Als das Nachbarhaus wegen Einsturzgefahr von der Stadt Magdeburg zwangsabgerissen werden musste, fiel auch der halbe Giebel der 43 herunter. Die offene Hauswand wurde notdürftig abgedichtet. Mehr geschah nicht. Doch im Herbst 2017 hat Schrobback das seit über einem Jahrzehnt leerstehende Gebäude erworben, weil er an die Zukunft der Sieverstorstraße glaubt, wie er sagt. „In fünf Jahren wird das hier ganz anders aussehen“, ist er sich sicher.

So hat er sein Auge auch auf die Nachbargrundstücke geworfen. Er würde auch das Abrissgrundstück sowie die beiden benachbarten, noch teilweise bewohnten Häuser entwickeln wollen. Auf der leeren Fläche könnte ein Neubau samt Tiefgarage entstehen, so seine Idee. Auch zwei von den vier Gebäuden schräg gegenüber würde er gerne kaufen und sanieren. Das sei aber noch Zukunftsmusik, so der Berliner. Bereits in seinem Eigentum sind die Hausnummern 56/57 am Südende der Straße, die ebenfalls saniert werden sollen.

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In der 43 ist die Entkernung bereits beendet. Das um 1900 errichtete Gründerzeitgebäude steht unter Denkmalschutz und soll entsprechend behutsam modernisiert werden. Ein positiver Bauvorbescheid liegt auch schon vor. 13 Wohnungen mit insgesamt 1000 Quadratmetern Wohnfläche werden in den nächsten Monaten entstehen. Im Frühjahr 2019 sollen sie bezogen werden können, hofft Andreas Schrobback.